Twitter-Technik für die eigene Webseite
Bootstrap 2.0: Ein Blick hinter die Kulissen von Twitter
Obwohl Facebook die Welt der Sozialen Netzwerke beherrscht, gilt Twitter gemeinhin als die deutlich spannendere Plattform. Das liegt vor allem auch an der Technik und dem Aussehen des Netzwerks. Wer selbst einen Blick auf die technischen Grundlagen werfen möchte, sollte sich das Bootstrap-Projekt ansehen.

Inhaltsverzeichnis
- 1Schickes Aussehen
- 2Praktische Vorlage
- 3Die Komponenten
- 4Fazit
Mit der jüngst eingeführten Chronik verändert Facebook nicht nur die Struktur des Netzwerks, sondern setzt auch eine der größten Änderungen am Design des Netzwerks um, die es jemals gab. Twitter, die ewige Nummer 2 unter den Sozialen Netzwerken, hat bisher stets auf eine andere Strategie gesetzt.
Schickes Aussehen
Statt eines großen Relaunchs, den Facebook mit der neuen Chronik faktisch durchführt, wurden Neuerungen immer schrittweise eingeführt, um die Nutzer nicht zu überfordern. Das hat dazu geführt, dass Twitter heute ein subjektiv schöneres Aussehen zu bieten hat als Facebook - und Nutzer es zum Beispiel auch anpassen können, indem sie einen eigenen Hintergrund einstellen. Gemeinsam haben Facebook und Twitter, dass sie ihre technische Basis mit anderen Entwicklern teilen: Während Facebook die hauseigene PHP-Distribution namens HipHop als Open-Source-Projekt freigegeben hat, öffnet Twitter sein Design für Interessenten.
Praktische Vorlage
Das entsprechende Projekt trägt den Namen Bootstrap, was auf Deutsch in etwa soviel bedeutet wie "Ladeprogramm". Der Name kommt dem eigentlichen Sinn des Projekts schon sehr nahe: Twitter Bootstrap dient als Vorlage, mit der jeder versierte Webdesigner schnell und einfach ansprechende Webseiten erstellen kann. Die Vorlagen selbst sind nicht im klassischen Sinne zu verstehen, da sie im Grunde nur aus einer Auswahl praktischer CSS-Bausteine bestehen, zu denen Bootstrap noch eine Reihe von Empfehlungen für die Integration in HTML liefert. Sehr löblich ist dabei, dass Bootstrap vollkommen ohne JavaScript auskommt.

Die Komponenten
Obwohl Bootstrap erst knapp sechs Monate als ist, konnte das Projekt schon mehr als 17.500 Interessenten auf der Hosting-Plattform Github für sich gewinnen. Seit Ende Januar ist die zweite Version erhältlich, in die zahlreiche Änderungen am Kernsystem von Twitter aufgenommen wurden. So wurde zum Beispiel der Baustein für die Navigation aktualisiert, welcher der offiziellen Twitter-Navigation zum Verwechseln ähnlich sieht. Auch für Drop-Down-Menüs, Listen in zahllosen Formen, Fortschrittsbalken oder die Anzeige von Vorschau-Grafiken gibt es fertige Komponenten, die sich ohne großen Aufwand in Webseiten einbinden lassen.

Fazit
Bootstrap ermöglicht jedem Nutzer, eine Webseite zu entwerfen, die Design-Elemente von Twitter beinhaltet und sich im Web 2.0 durchaus sehen lassen kann. Selbst wenn keine Webseite erstellt werden soll, erlaubt das Projekt einen guten Einblick in die Technik, die Twitter für die Darstellung seiner Oberfläche nutzt.
