Testversion des Unity-Desktops

Unity 5.2: Launcher erscheint auf mehreren Monitoren

Trotz der Bemühungen von Linux Mint, den Spitzenplatz unter den beliebtesten Linux-Distributionen zu erreichen, hält sich Ubuntu weiterhin wacker. Und dies, obwohl die Entwickler vom ungeliebten Unity-Desktop in keinster Weise abrücken. Mit der nächsten Version soll er sogar noch weiter ausgebaut werden.

Unity 5.2 soll mehrere Monitore besser unterstützen als bisher. (Bild: YouTube)
Unity 5.2 soll mehrere Monitore besser unterstützen als bisher. (Bild: YouTube)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Mehrere Monitore
  2. 2Unity 5.2 als Vorschau
  3. 3Fazit
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Nachdem Canonical kürzlich das neue Head-up-Display für eine einfachere Bedienung von Unity unter Ubuntu angekündigt hat, sind nun neue Details zur kommenden Version 5.2 der Desktop-Umgebung an die Öffentlichkeit gelangt. Diese drehen sich vor allem um die Verwendung mehrerer Bildschirme: Ab sofort soll es kein Problem mehr sein, Unity zum Beispiel auf dem Notebook und einem zusätzlichen externen Monitor gleichzeitig zu verwenden. Ab Unity 5.2 werde der Launcher auf allen Bildschirmen des PCs angezeigt, sodass Programme problemlos geöffnet und geschlossen werden können.

Mehrere Monitore

Ferner macht der Unity Launcher nun weniger Probleme in Verbindung mit Programmen, die Symbole links am Fensterrand anzeigen: Bisher wurde das Menü manchmal unabsichtlich aufgerufen, wenn im Firefox eigentlich der Zurück-Knopf gedrückt werden sollte. Durch eine verbesserte Wahrnehmung des Maus-Verhaltens sollen solche unabsichtlichen Aktionen ab Unity 5.2 ausgeschlossen werden. Nicht zuletzt wurde für die neue Version auch die Erkennung der Auflösung eines (internen oder externen) Monitors überarbeitet, was Probleme mit exotischen Displays und Formaten möglichst verhndern soll.

Unity 5.2 als Vorschau

Es ist wahrscheinlich, dass es Unity 5.2 noch in das kommende Ubuntu 12.04 alias Precise Pangolin schafft, das im April diesen Jahres erscheinen soll. Wer schon heute die Neuerungen in Unity 5.2 auf seinem System ausprobieren möchte, kann das mit einfachen Mitteln tun: Zunächst müssen sich die Nutzer die neueste Vorab-Version von Ubuntu 12.04 herunterladen und diese installieren. (Dazu ist es empfehlenswert, aufgrund des experimentellen Charakters der Version eine sichere virtuelle Maschine mit VirtualBox oder VMware einzurichten.) Anschließend kann der Nutzer mit dem Kommando "sudo add-apt-repository ppa:unity-team/ppa" das Paket-Verzeichnis in die Paket-Verwaltung einbinden.

Die Testversion von Unity 5.2 ist damit aber noch nicht heruntergeladen und installiert. Das geschieht erst mit den Kommandos "sudo apt-get update" und "sudo apt-get dist-upgrade". Anschließend muss der Nutzer sich neu an seinem System anmelden, um Unity 5.2 auszuprobieren. Sollten sie Fehler an der Desktop-Oberfläche feststellen, wird darum gebeten, diese über das sogenannte Launchpad zurück an die Entwickler zu melden - nur so können sie den Desktop weiter verbessern und optimieren.

Fazit

Es ist recht ungewöhnlich, dass für Ubuntu 12.04 viele Änderungen an wichtigen Teilen des Systems geplant sind, obwohl es sich eigentlich um eine LTS-Version handelt, die eigentlich nur auf Stabilität und Sicherheit getrimmt wird. Es bleibt zu hoffen, dass Ubuntu Precise Pangolin ähnlich zuverlässig sein wird, wie die Ubuntu-Gemeinde es von Ubuntu 8.04 und 10.4 gewohnt ist.

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