Es zahlt sich aus, Freunde zu haben

Börsengang: Facebook wird zum Milliarden-Geschäft

Das Soziale Netzwerk Facebook hat seinen lange erwarteten Börsengang beantragt. Bei dem Initial Public Offering (IPO) werden etwa fünf Milliarden US-Dollar Erlös erwartet. Medienberichten zufolge ist beim für Ende Mai erwarteten Börsengang mit einer Marktkapitalisierung zwischen 75 bis 100 Milliarden US-Dollar zu rechnen. 

Facebook hat seinen lang erwarteten Börsengang beantragt. (Bild: Screenshot)
Facebook hat seinen lang erwarteten Börsengang beantragt. (Bild: Screenshot)

Eine Milliarde Gewinn im Jahr 2011

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Mit einem Wert von 100 Milliarden US-Dollar wäre Facebook größer als viele etablierte amerikanische Unternehmen, schreibt die "New York Times". Das 2004 gegründete Internetunternehmen würde etwa Amazon, Kraft Foods, Goldman Sachs und Ford Motor überholen. 

Insgeamt wurden 2011 3,71 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht. Mit einem Anteil von 88 Prozent macht Facebook einen Großteil seiner Umsätze mit Werbung. Die Kooperation mit dem Online-Spieleanbieter Zynga machte zwölf Prozent der Einnahmen aus. Dem Börsenprospekt zufolge machte Facebook im vergangenen Jahr eine Milliarde US-Dollar Gewinn. Zum Vergleich: Das ist der Gewinn den Apple im letzten Quartal nahezu pro Woche machte.

Den Wert von 845 Millionen Mitgliedern nutzen

Aber das Potential bei dem bevorstehenden Börsengang ist hoch. Zum Vergleich: Google hatte 2004 einen Marktwert von 27,6 Milliarden US-Dollar. Heute ist der Suchmaschinenriese fast 190 Milliarden US-Dollar wert. Facebook hat 845 Millionen aktive Nutzer, von denen 80 Prozent außerhalb der USA und Kanadas leben. "Wenn man ein so großes Publikum hat, ist es schwer, daraus nicht viel Geld zu machen", sagt ein Analyst von Gartner.

Der Gründer von Facebook, Mark Zuckerberg, versicherte indes, dass auch nach dem Börsengang die Daten der Nutzer geschützt würden. In der Vergangenheit war Facebook allerdings wegen Datenschutzbedenken häufiger in der Kritik. In einem Brief, der in den IPO-Antrag integriert ist, erklärt Zuckerberg zudem die Mission von Facebook.

Einige Investoren fühlen sich an die Dotcom-Blase der späten 90er erinnert. Sie hegen deshalb gegenüber der jetzigen Generation von Internetunternehmen ihre Zweifel. Sie sollten sich laut "New York Times" nicht von dem Hype blenden lassen und Facebooks Finanzen sorgfältig bewerten. 

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