Spezielle Variante für Unternehmen und Universitäten
Mozilla Firefox 10: ESR-Version bricht mit dem Rapid-Release-Zyklus
Mozilla geht mit der jüngsten Firefox-Version einen großen Schritt auf seine Kritiker zu: Neben den sogenannten "Rapid Releases", die alle sechs Monate erscheinen, wird mit Firefox 10 die erste ESR-Fassung eingeführt. Diese gibt den Anwendern deutlich mehr Zeit bei der Aktualisierung.

Google setzt mit dem hauseigenen Chrome-Browser dem langjährigen Partner Mozilla immer stärker zu. Ein Grund für den sinkenden Marktanteil des Firefox-Browsers ist sicher auch die Freigabe einer neuen Version im Rhythmus von sechs Wochen, was Chrome etwas eleganter gelöst hat.
Kritik an Mozilla
Mit der Ankündigung, alle sechs Wochen eine neue Firefox-Version auf den Markt zu werfen, haben sich die Entwickler bei Mozilla einiges an Kritik eingehandelt. Vor allem seitens der professionellen Nutzer, die Firefox in Unternehmen oder Universitäten verwenden, gab es eine durchweg negative Rückmeldung zum sogenannten Rapid-Release-Zyklus (kurz RR). Obwohl Mozilla die Kritik positiv aufgenommen hat, wollte man nicht auf das RR-Schema verzichten, das neue Web-Technologien schnell bei den Nutzern verbreiten kann. Um auch die Kritiker zufriedenzustellen, wurde aber ein zusätzlicher Versionszweig namens Firefox ESR (Extended Support Release) angekündigt.
Firefox 10 ESR
Die Idee hinter der ESR-Version ist, dass Firefox nicht schon nach sechs Wochen veraltet ist und auf eine neue Version aktualisiert werden muss, sondern ein ganzes Jahr lang problemlos genutzt werden kann. Mozilla hat versprochen, über diesen Zeitraum Sicherheitsupdates bereitzustellen, selbst wenn die Unterstützung für die ursprüngliche Standard-Version längst ausgelaufen ist. Mit Firefox 10 ist nun erstmals eine ESR-Version erschienen, deren Download-Seite aber nur über Umwege erreichbar ist - aus gutem Grund: Mozilla möchte nicht, dass auch gewöhnliche Anwender diese Version installieren. Die jüngste Version soll primär von Unternehmen und im Bildungsbereich eingesetzt werden.
Auch Privatanwender, die nicht ständig eine neue Firefox-Version herunterladen wollen, sollten Firefox 10 aber eine Chance geben, bevor sie gleich auf einen anderen Browser wechseln: Wer die aktuelle ESR-Version installiert, muss erst mit Firefox 17 wieder einen neuen Browser installieren und eventuell nicht mehr funktionierende Erweiterungen ersetzen. Apropos Aktualisierung: Wer heute noch Firefox 3.6 oder sogar noch ältere Versionen verwendet, sollte zeitnah auf die ESR-Schiene umsteigen, da der Support für die letzte Generation vor den Rapid Release schon in weniger als drei Monaten ausläuft.
Die Doppelstrategie aus einer Standard- und Premium-Version mit Langzeit-Unterstützung, die Mozilla mit Firefox 10 nun erstmals umsetzt, hat schon bei anderen Open-Source-Projekten wie Ubuntu Linux zum Erfolg geführt. Allerdings muss sich in den nächsten Wochen erst noch zeigen, ob die Kritiker der bisherigen Rapid-Release-Strategie mit Firefox 10 ESR dauerhaft besänftigt werden können.

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liebe menschen von netzwelt. eure berichte sind eigentlich immer gut und ich lese sie gerne. soweit das zuckerbrot. hier die peitsche: die bilder, die dort eingebaut sind, - gerade wenn diese sehr detailreich sind -,...