Experiment an der UC Berkeley

Hirnforschung: Fortschritte beim Gedankenlesen

Die Fähigkeit, die Gedanken eines anderen Menschen zu lesen, ist bislang Figuren aus Science-Fiction-Filmen und -Büchern vorbehalten. Wissenschaftler der University of California, Berkeley, sind dem Gedankenlesen jetzt allerdings einen Schritt näher gekommen.

Mithilfe von Elektroden wurde die Hirnaktivität gemessen. (Bild: Adeen Flinker, UC Berkeley)
Mithilfe von Elektroden wurde die Hirnaktivität gemessen. (Bild: Adeen Flinker, UC Berkeley)
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Die Forscher rund um Brian N. Pasley von der UC Berkeley haben es in einem Experiment geschafft, Hirnströme so zu entziffern, dass es ihnen möglich war festzustellen, was die Versuchsteilnehmer gerade gehört hatten. An der Studie nahmen 15 neurochirurgische Patienten auf freiwilliger Basis teil. Die Patienten standen vor einer Operation am Gehirn, weshalb ihnen zuvor Elektroden eingesetzt worden waren. Die Signale dieser Elektroden wurden für das Experiment genutzt.

Möglicher Nutzen

Die 15 Versuchsteilnehmer hörten jeweils rund fünf bis zehn Minuten Konversationen an, währenddessen die Gehirnaktivität mithilfe der Elektroden aufgezeichnet wurde. Anschließend übertrugen die Forscher diese Daten in ein Computermodell und sagten den Patienten einzelne Wörter, um erneut die Gehirnströme aufzuzeichnen. Das Computermodell konnte anhand dieser Daten dann teilweise erkennen, welche Wörter die Versuchsteilnehmer gehört hatten.

Die Wissenschaftler hoffen, dass sie die Technik so weiter entwickeln können, dass sie gedachte Sprache hörbar machen können. Dies könnte die Kommunikation mit Patienten, die beispielsweise aufgrund eines Schlaganfalls nicht mehr sprechen können, erleichtern. Allerdings gibt Pasley zu bedenken, dass das Experiment auf Klang basiert, den der Patient auch tatsächlich gehört hat.

Bislang ist nicht abschließend geklärt, ob dieselben Gehirnregionen aktiviert werden, wenn der Mensch sich den Klang nur vorstellt. Laut Pasley gibt es aber einige Hinweise, die dies andeuten. "Wenn man den Zusammenhang zwischen den Aufnahmen der Hirnströme und dem Klang gut genug nachvollziehen kann, dann könnte man entweder den Klang, den eine Person denkt, künstlich herstellen oder einfach die Wörter mit einem entsprechenden Gerät aufschreiben".

Bereits im September 2011 konnten Wissenschaftler der UC Berkeley einen Fortschritt beim Gedankenlesen vermelden. In diesem Experiment war es gelungen, anhand der Hirnaktivität ein Video von dem zu rekonstruieren, was der Nutzer zuvor angesehen hat.

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Beiträgeinsgesamt 1 Beitrag

Das ist ein Bereich in dem Forschung unbedingt verboten werden müsste!

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