Portal MegaRetrieval gestartet

Megaupload: EFF will Nutzern helfen ihre Daten zurückzubekommen

Die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) will Megaupload-Nutzern helfen, ihre legal gespeicherten Daten zurückzubekommen. Zusammen mit dem Server-Anbieter Carpathia Hosting, bei dem Megaupload seine Dateien hinterlegt hat, wurde dazu die Webseite MegaRetrieval ins Leben gerufen.

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Die EFF und Carpathia Hosting wollen Nutzern helfen ihre bei Megaupload gespeicherten Daten zurückzubekommen. (Bild: Screenshot)
Die EFF und Carpathia Hosting wollen Nutzern helfen, ihre bei Megaupload gespeicherten Daten zurückzubekommen. (Bild: Screenshot)
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Über die Webseite können Nutzer sich an die Electronic Frontier Foundation wenden und ihre Lage schildern. Diese werde sich dann mit den Behörden auseinandersetzen und prüfen, ob es eine Möglichkeit gibt, die jeweiligen Daten zurückzuerhalten. "Die EFF ist darüber empört, dass so vielen Nutzern, die Megaupload.com legal verwendet haben, ihr Eigentum ohne Warnung weggenommen wurde und die Behörden keine Anstalten machen, ihnen zu helfen", sagte EFF-Anwältin Julie Samuels in einer Pressemitteilung. "Wir denken, es ist wichtig, dass die Stimmen dieser Nutzer Gehör finden, während der Prozess fortschreitet", fügte Sie hinzu.

Zwei Wochen Verhandlungszeit

Wie zuletzt bekannt wurde, sollten die Megaupload-Daten in den nächsten Tagen vollständig gelöscht werden, nachdem die Behörden ihre Untersuchungen abgeschlossen und einen Teil der Daten gesichert hatten. Megaupload-Anwalt Iran Rothken fordert jedoch ein vollständiges Backup der Daten, auch im Sinne der Nutzer. Er will in den nächsten zwei Wochen darüber mit den Behörden verhandeln. Die Server-Anbieter Carpathia Hosting und Cogent Communications Group haben zugesichert, solange die Daten vorzuhalten.

Die US-Behörden hatten den Filehoster Megaupload wegen massiver Urheberrechtsverletzungen Ende Januar geschlossen und zahlreiche Hintermänner verhaften lassen, unter Ihnen auch den Deutschen Kim Schmitz. Er sitzt derzeit in Neuseeland in Untersuchungshaft. Über eine Auslieferung in die Vereinigten Staaten wird am 22. Februar verhandelt werden.

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