Bericht der Kommission

Phobos Grunt: Programmierfehler war Schuld am Absturz der Sonde

Die Ursache für den Absturz der Phobos Grunt scheint gefunden und widerlegt die in russischen Medien verbreitete Theorie, dass ein US-Radar Schuld gewesen sei. Die Sonde hob am 8. November von der Erde ab, konnte dann aber wegen eines Problems ihre Reise nicht fortsetzen.

Die Absturzursache der russischen Sonde Phobos Grunt steht fest. (Bild: Lavochkin Association/ESA)
Die Absturzursache der russischen Sonde Phobos Grunt steht fest. (Bild: Lavochkin Association/ESA)
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Der Hauptmotor zündete nicht wie geplant und so umkreiste die Sonde unkontrolliert rund zwei Monate lang die Erde in einem sogenannten Parkorbit. Versuche, Phobos Grunt doch noch auf die vorhergesehene Laufbahn und somit auf den Weg zum Marsmond Phobos zu bringen, schlugen fehl. So kam es am Abend des 15. Januar nach westeuropäischer Zeit zum Absturz der Sonde, sie stürzte in den Pazifik. Über den genauen Absturzort herrschte zunächst Unsicherheit.

Äußere Einwirkung ausgeschlossen

Unterschiedlichste Theorien darüber, wie es zu dem Fehler kam, der die Reise der Sonde verhinderte, gingen durch die Presse. War zu Beginn noch von Problemen mit dem Computer der Phobos Grunt die Rede, wurde später ein US-Radar verdächtigt. Wie die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti unter Berufung auf die Zeitung Kommersant berichtet, steht das Urteil der ämterübergreifenden Kommission jetzt fest.

Demnach ist ein Programmierfehler im Bordrechnungssystem als wahrscheinlichste Ursache anzusehen. Alle Berichte über eine äußere Einwirkung auf die Sonde als Fehlerursache, darunter der US-Radar, wurden von der Kommission zurückgewiesen. Die Kommission hat der Zeitung zufolge ein Labor-Experiment durchgeführt, bei dem Messgeräte, wie sie auch an Bord der Phobos Grund zu finden waren, Radarstrahlung ausgesetzt wurden. Am Montag, 30. Januar, präsentierte die Kommission ihre Ergebnisse dem Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos.

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