New York Police Department

Mobiler Scanner: Polizei erkennt Waffen aus der Entfernung (Update)

Polizisten leben gefährlich, immer wieder kommt es beispielsweise beim Durchsuchen von Personen zu Zwischenfällen, wenn diese sich plötzlich als bewaffnet herausstellen. In New York möchte die Polizei deshalb künftig eine neue Methode einsetzen. Update: Kritik von Bürgerrechtlern.

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Mithilfe eines mobilen Scanners sollen Waffen bei verdächtigen Personen ermittelt werden können. (Bild: NYPD)
Mithilfe eines mobilen Scanners sollen Waffen bei verdächtigen Personen ermittelt werden können. (Bild: NYPD)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Metall lassen Terahertz-Wellen nicht durch
  2. 2Fehlerquote senken
  3. 3Update 13.10 Uhr: Bürgerrechtler üben Kritik
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Das Update von 13.10 Uhr finden Sie am Ende des Artikels.

Um fatale Überraschungen beim Durchsuchen von Verdächtigen zu vermeiden, wird die New Yorker Polizei einen mobilen Terahertz-Scanner einsetzen. Diese Vorrichtung soll am Polizeiauto angebracht werden, sodass die Polizeibeamten während der "Durchsuchung" sicher im Auto sitzen bleiben können.

Metall lassen Terahertz-Wellen nicht durch

Der Scanner misst Terahertz-Wellen, die vom Menschen abgestrahlt werden. Diese Wellen können zwar Textilien oder Papier durchdringen, allerdings nicht Metall. So sollen sich gegebenenfalls versteckte Waffen wie Pistolen oder Messer auf dem Wärmebild der Person abzeichnen.

Die Polizisten wissen so im besten Fall genau, worauf sie sich einlassen, wenn sie im Anschluss an den Menschen herantreten. Allerdings muss sich noch zeigen, ob die Aufnahmen tatsächlich so detailgenau sind, dass die Polizisten erkennen können, ob es sich um eine Waffe oder einen anderen Metall-Gegenstand handelt.

Das New York Police Department (NYPD) arbeitet seit drei Jahren mit dem United States Department of Defense - dem US-Verteidigungsministerium - an der Entwicklung des Scanners. Aktuell kann das Gerät nur Personen durchleuchten, die zwischen 0,9 und 1,2 Metern - drei bis vier Fuß - entfernt sind. Das Ziel ist jedoch eine Reichweite von bis zu 25 Metern. Professor Peter Rez von der Arizona State University geht allerdings davon aus, dass eine solche Reichweite mit dem Terahertz-Scanner nicht erreicht werden kann.

Fehlerquote senken

Neben der größeren Sicherheit für Polizisten, soll der Scanner auch Vorteile für die untersuchten Personen selbst bringen. So führten 88 Prozent der Durchsuchungen von vermeintlich verdächtigen Personen zu keinem Ergebnis. Durch den Scanner könnten solche fälschlicherweise angesetzten Abtastungen vermieden werden.  

Update 13.10 Uhr: Bürgerrechtler üben Kritik

Auch wenn das New York Police Department die Vorteile der neuen Technik in den Vordergrund stellt, wird inzwischen Kritik von Bürgerrechtlern laut. So befürchten diese, dass noch stärker als bisher vor allem Minderheiten gescannt werden. Im Jahr 2010 waren 87 Prozent der angehaltenen und abgetasteten Personen Farbige oder Latinos.

Außerdem wird befürchtet, dass Personen fälschlicherweise von der Polizei angehalten werden, da die Beamten meinen, eine Waffe auf den Bildern des Scanners erkannt zu haben. Es könnte sich dabei aber auch um einen anderen Metall-Gegenstand handeln. Darüber hinaus ist es auch eine Frage der Privatsphäre, die Straße entlang gehen zu können, ohne dabei virtuell abgetastet zu werden.

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