Fragerunde via YouTube und Google+

Hangout mit Präsident Obama: Mit technischen Problemen, ohne Marihuana

Google hatte Mitte Januar YouTube-Nutzer dazu aufgerufen, ihre Fragen an US-Präsident Barack Obama zu formulieren und in Form eines Videos online zu stellen. Über 130.000 Menschen folgten dem Aufruf. Fünf der Fragesteller wurden schließlich für den Google+ Hangout mit Obama ausgewählt. Das Top-Thema Marihuana wurde jedoch totgeschwiegen.

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Insgesamt über 220.000 Personen stimmten über die auf YouTube eingereichten Fragen über 1,6 Millionen Mal ab und legten so diejenigen Fragen fest, die dem Präsidenten in der Google+ Hangout-Session gestellt wurden - jedenfalls offiziell. Im Hintergrund scheinen dann doch noch andere Entscheidungsträger eine Rolle gespielt zu haben, denn die Frage nach der Legalisierung von Mariuhana schaffte es, wie Spiegel Online berichtet, nicht in den 45-minütigen Chat mit dem Präsidenten.

Persönliche Sorgen

Die fünf für das Gespräch mit dem Präsidenten Auserwählten brachten lieber andere Themen zur Sprache, wie die erfolglose Jobsuche oder den Schwierigkeiten, ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Im Hangout geht es vor allem um die persönlichen Probleme der betreffenden Personen und nicht um große politische Debatten.

Google-Manager Steve Grove, der den Moderator für den Hangout gibt und hin und wieder weitere Fragen aus der YouTube-Community einstreut, ist dies vermutlicht jedoch ganz recht, denn schließlich ist der Hangout mit dem Präsidenten auch eine Werbeaktion, um das Soziale Netzwerk Google+ bekannter zu machen.

Perfektionierung der Werbewirkung

Spiegel Online sieht in dem Gruppenchat einen Freundesdienst des Präsidenten an seine Gönner im Silicon Valley, die ihm dabei helfen, seinen Wahlkampf zu finanzieren. Dabei drohte der Werbegag im Livestream zunächst zu scheitern, denn die Verbindung der insgesamt sieben Teilnehmer wurde zunächst häufig unterbrochen und der Bildschirm blieb schwarz.

In dem nun auf YouTube einsehbaren Mitschnitt ist von diesen technischen Problemen des Google+ Hangouts allerdings nichts mehr zu merken - alles für die perfekte Werbewirkung.

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