Christen wettern gegen BioWare

Aufregung in der Republik: Star Wars und die homosexuelle Bedrohung

In dem Online-Rollenspiel "Star Wars: The Old Republic" ist es nicht nur möglich, seinen Charakter stetig weiterzuentwickeln und Missionen zu absolvieren, sondern ebenso, virtuelle Beziehungen mit Begleitcharakteren einzugehen. Die Ankündigung des Entwicklerstudios BioWare, künftig auch gleichgeschlechtliche Beziehungen zuzulassen, rief nun in den Vereinigten Staaten den Protest des christlichen Family Research Councils hervor.

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Star Wars: The Old Republic entführt seine Spieler in das Universum der Krieg der Sterne-Filmreihe. Die Spieler finden sich mitten im Kampf zwischen den Jedi-Rittern und den Sith-Lords wieder. Auf dem Weg durch das Spiel ist es möglich, amouröse Beziehungen mit Begleitcharakteren einzugehen. Neben der Gründung von Spielervereinigungen oder auch Auktionshäusern ein mittlerweile recht übliches Element in einem Massive Multiplayer Online Game (MMOG).

Die sexuelle Liberalisierung

Während die Spieler in vielen anderen Teilen des Spiels recht frei in ihren Entscheidungsmöglichkeiten sind, begrenzt das Entwicklerstudio BioWare bisher die möglichen Partnerschaften auf heterosexuelle Beziehungen. Erst aufgrund einer ausführlichen Debatte in den Foren der Spielergemeinde kündigte BioWare im September an, diesen Zustand mit einem der nächsten Updates zu ändern.

Bisher wurde zwar noch kein offizielles Datum für diese sexuelle Liberalisierung des Star Wars-Universums bekanntgegeben, aber dennoch reicht die Botschaft von BioWare aus, um den Protest des Family Research Councils (FRC) in den Vereinigten Staaten hervorzurufen.

Die homosexuelle Bedrohung

Bei dem FRC handelt es sich um eine christliche Lobby-Vereinigung, die es sich zum Ziel setzt, konservative Familienwerte zu bewahren. Dies bedeutet für die 1983 gegründete Gruppe unter anderem, sich gegen Abtreibungen und eben gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu engagieren. Entsprechend bezeichnete FRC-Sprecher Tony Perkins den Vorstoß von BioWare nun in einem Radiokommentar als einen Sieg für "die dunkle Seite der Macht". Die "Schuld" dafür sieht er bei "homosexuellen Aktivisten".

Perkins bedauert, dass der Entwickler von seiner ursprünglichen Meinung, schwule und lesbische Frauen und Männer würden im Star Wars-Universum nicht existieren, abgerückt sei, und fordert Eltern dazu auf, sich in den Foren gegen die Zulassung von homosexuellen Partnerschaften zu wehren.  

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