Wörterbuch findet professionelle Übersetzungen im Web

Textpaare: Einführung in das Web-Wörterbuch Linguee

Linguee ist ein Wörterbuch, das es in sich hat: Statt einfach Begriffspaare anzubieten, wie es der Surfer von klassischen Webdiensten her kennt, findet Linguee zum jeweiligen Suchbegriff ganze Textpaare. Mit deren Hilfe ist es leichter, ein bestimmtes Wort im richtigen Kontext zu erschließen und sich dauerhaft zu merken.

Linguee erweitert ein klassisches Wörterbuch um professionelle Textbeispiele. (Bild: Screenshot)
Linguee erweitert ein klassisches Wörterbuch um professionelle Textbeispiele. (Bild: Screenshot)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Unterstützte Sprachen
  2. 2Professionelle Quellen
  3. 3Oberfläche und Zugriff
  4. 4Fazit
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Maschinelle Übersetzung gibt es schon seit Jahren: Die Suchmaschine AltaVista hat mit Babelfish bereits im Jahr 1997 auf die Technologie aufmerksam gemacht. Seither hat sich die Qualität der Übersetzungen zwar enorm gesteigert, jedoch können Google Translate und Co. immer noch nicht mit Menschen mithalten.

Unterstützte Sprachen

Diese Tatsache nutzt der Online-Dienst Linguee aus. Anstatt immer weiter an der maschinellen Übersetzung zu arbeiten, ohne auf absehbare Zeit eine vernünftige Qualität zu erreichen, haben die Entwickler ihre Plattform im Stil einer Suchmaschine aufgebaut. Wer auf der Webseite nach einem bestimmten Wort in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch oder Portugiesisch sucht, erhält nicht nur die direkte Übersetzung des Begriffs, sondern auch Beispiele für ihren Einsatz in einem ganzen Satz. Dabei greift Linguee auf den beinahe unerschöpflichen Fundus professioneller Übersetzungen im Web zurück, die öffentlich verfügbar sind.

Linguee markiert das gesuchte Wort in den Textstellen farblich. (Bild: Screenshot)
Linguee markiert das gesuchte Wort in den Textstellen farblich. (Bild: Screenshot)

Professionelle Quellen

Solche professionellen Übersetzungen stammen zum Beispiel von der Europäischen Union, die täglich Dutzende Texte in allen Amtssprachen zur Verfügung stellt, die von erfahrenen Dolmetschern geschrieben wurden. Ein spezielles Computerprogramm, der sogenannte Crawler, durchforstet ständig das gesamte WorldWideWeb nach solchen Objekten, wie es auch Google, Bing und Co. tun. Anschließend beurteilt eine spezielle Software, ob es sich bei den gefundenen Textpaaren um eine hochwertige oder minderwertige maschinelle Übersetzung handelt. Die Entwickler geben an, dass Linguee seit dem Start im April 2009 mehr als eine Billionen Sätze bewertet hat, von denen aber nur 100 Millionen in Linguee aufgenommen wurden.

Die Ergebnisseite von Linguee liefert auf den ersten dutzende Textpaare. (Bild: Screenshot)
Die Ergebnisseite von Linguee liefert Dutzende Textpaare. (Bild: Screenshot)

Oberfläche und Zugriff

Grundsätzlich ist Linguee recht einfach bedienbar, jedoch besitzt die Webanwendung im Moment noch einen großen Nachteil: Eine der beiden Sprachen, nach denen Wörterbuch und die Textquellen durchsucht wird, ist immer Englisch. Es ist Surfern also leider (noch) nicht möglich, zum Beispiel den direkten Weg von Deutsch nach Spanisch zu gehen. Dafür setzen die Entwickler bei der weiteren Verbesserung der Suchmaschine auf die Mithilfe der Anwender: Sie können Textpaare in den Suchergebnissen auf- und abwerten, wenn zum Beispiel eine Quelle besonders gut ist oder die markierten Wörter fehlerhaft sind. Wer auch unterwegs auf Linguee zugreifen möchte, kann sich eine kostenlose App für sein iPhone, iPad oder iPod touch laden.

Linguee kann auch auf dem iPhone, iPad oder iPod touch mit einer App genutzt werden. (Bild: Screenshot)
Linguee kann auch auf dem iPhone, iPad oder iPod touch mit einer App genutzt werden. (Bild: Screenshot)

Fazit

Eine App für Android gibt es leider noch nicht, auf Wunsch kann Linguee aber zumindest als Suchmaschine im Internet Explorer oder Firefox eingestellt werden. Aufgrund der Tatsache, dass Linguee vollkommen kostenlos ist und keine Werbung enthält, sichert sich das Wörterbuch das Prädikat "sehr empfehlenswert".

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