CDU-Politiker Heveling: "Die Netzgemeinde wird den Kampf gegen SOPA verlieren"

Heveling: Protestlern Einhalt gebieten

Die SOPA und PIPA-Protestler würden genau diesen Motor gefährden und an den "Idealen der bürgerlichen Gesellschaft knabbern". Dabei postulierten sie zwar Freiheit, aber meinten den "digitalen Totalitarismus", so Heveling.

"Auch wenn Wikipedia für einen Tag ausgeschaltet ist und Google Zensurbalken trägt, ist das nicht das Ende des Wissens der Menschheit." Die Nicht-"digitale natives" sollten sich daher auf Werte wie "Freiheit, Demokratie und Eigentum" auch im Netz besinnen und dem "Treiben" der Protestler Einhalt gebieten, so lange noch Zeit ist.

Retourkutsche auf Twitter

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Der provozierende Beitrag, der Heveling in Windeseile netzweit bekannt macht - und damit vermutlich sein Ziel erreicht hat -, wird bereits auf Twitter eingehend "diskutiert". Unter dem Hashtag Hevelingfacts sind einige Retourkutschen auf Hevelings Web 2.0-Abgesang zu finden. Beide Links finden Sie rechts neben diesem Artikel.

Update vom 1. Februar: Heveling verteidigt seine Äußerungen

"Ich würde meinen Gastbeitrag wieder genau so schreiben", verteidigt Heveling gegenüber der Westdeutschen Zeitung seinen polemischen Gastkommentar im Handelsblatt - und setzt nocht einen drauf: "Ich glaube, dass es schon bald eine Generation geben wird, die mit dem Internet ganz anders umgeht. Blogger haben dann keine Relevanz mehr." 

Mit seinem "bewusst provokanten" Beitrag habe er darauf aufmerksam machen wollen, dass es im Netz eine Gruppe gibt, die die Meinungsführerschaft beanspruche und offene Diskussionen über Urheberrecht untergrabe. "Wer sich kritisch äußert, erlebt Aggression anstatt Argumentation."

Die Reaktionen auf seinen Beitrag hätten ihn in seiner Meinung noch bestätigt, denn die Schmähschriften gegen ihn auf Facebook und Twitter sowie der Hack seiner eigenen Webseite verdeutlichten nur das Problem, auf das er aufmerksam machen wolle.

Auch von Parteifreunden wird dem CDU-Poltiker aus Korschenbroich jedoch inzwischen nahegelegt, aus der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft auszutreten.

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