Nutzer machtlos

Megaupload: US-Behörden geben Daten zur Löschung frei (Update)

Nutzer des von den US-Behörden geschlossenen Filehosters Megaupload müssen um ihre im Netz hinterlegten Daten bangen. Medienberichten zufolge könnten noch in dieser Woche alle auf den Servern von Megaupload hinterlegten Daten gelöscht werden. Update: Die Megaupload-Daten werden vorerst nicht gelöscht. Ob Nutzer aber jemals wieder Zugriff auf ihre Daten erhalten werden, ist weiter unklar.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Daten als Verteidigung
  2. 2Update 31. Januar, 11.58 Uhr: Daten bleiben vorerst erhalten
  3. 3Update 31. Januar, 13.12 Uhr: Daten-Rückgabe an Nutzer unwahrscheinlich
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Das Update vom 31. Januar 2012 finden Sie am Ende des Artikels.

Die laut Unternehmensaussagen rund 50 Millionen Nutzer von Megaupload müssen um ihre beim Filehoster gespeicherten Daten fürchten. Nachdem die US-Behörden die Domain des Filehosters beschlagnahmt und zahlreiche Hintermänner des Portals, darunter den Deutschen Kim Schmitz, verhaftet haben, könnten bereits in dieser Woche alle Daten von den Megaupload-Servern gelöscht werden. Der Grund: Das Unternehmen hat die Anbieter Carpathia Hosting und Cogent Communications Group mit dem Speichern der Daten beauftragt, diese erhielten für ihre Leistungen aktuell aber kein Geld mehr, da die US-Behörden auch die Megaupload-Konten eingefroren hätten.

Daten als Verteidigung

Von einer Beschlagnahmung der Server haben die Ermittler dagegen abgesehen, lediglich einige Daten seien kopiert worden. Nun sei es an Carpathia und Cogent zu entscheiden, was mit den Daten geschehe, erklärten die US-Behörden. Megaupload-Anwalt Ira Rothken kündigte Verhandlungen mit den US-Behörden über einen Erhalt der Daten an, da diese auch für die Verteidigung des Unternehmens immens wichtig sein. Weder Carpathia noch Cogent haben sich bislang dazu geäußert, wie sie mit den Megaupload-Daten nun verfahren werden.

Die US-Behörden werfen den Hintermännern von Megaupload vor, durch massive Urheberrechtsverletzungen ein Vermögen mit dem Portal verdient zu haben. Des Weiteren ist von Geldwäsche und organisiertem Verbrechen die Rede. Im Dezember 2011 hatte Megaupload mit einem Werbeclip, in dem zahlreiche Musikstars als Unterstützer für die Webseite auftraten, noch für Aufsehen gesorgt.

Update 31. Januar, 11.58 Uhr: Daten bleiben vorerst erhalten

Aufatmen bei Megaupload-Nutzern: Die Daten des Filehosters werden nicht in dieser Woche gelöscht, sondern bleiben zumindest noch zwei Wochen lang erhalten. Das berichtet die Webseite TorrentFreak unter Berufung auf den Megaupload-Anwalt Ira Rothken. Innerhalb dieser Zeit wolle Rothken mit den Behörden und den Speicherplatz-Anbietern eine Lösung für das Problem finden. Eine Sicherungskopie ihrer Daten können Nutzer aber weiterhin nicht von der Webseite herunterladen.

Update 31. Januar, 13.12 Uhr: Daten-Rückgabe an Nutzer unwahrscheinlich

Laut Mashable haben die beiden Server-Anbieter Carpathia Hosting und Cogent Communications zugesichert ,die Daten der Megaupload-Nutzer für weitere zwei Wochen vorzuhalten. In dieser Zeit will Megaupload-Anwalt Ira Rothken die Behörden davon überzeugen, alle Daten zu sichern und nicht wie bislang nur einige.

Ob es darüber hinaus eine Lösung für Nutzer, die nicht mehr auf ihre Daten zugreifen können, geben wird, ist unklar. Carpathia Hosting erklärte gegenüber Mashable, dass man selbst wenn man wolle nicht einfach Nutzern Zugriff auf die Daten geben könnte. Das Unternehmen habe nur die Daten gespeichert, aber nie Zugriff auf das Megaupload-System gehabt. Die US-Behörden wiesen zudem gegenüber Digitaltrends.com daraufhin, dass Megaupload seine Nutzer ausdrücklich davor gewarnt habe, ihre Daten nur bei dem Filehoster zu sichern. Das Risiko für Datenverlust trägt laut der AGB des Filehosters also der Nutzer.

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