Bericht der New York Times
Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferern: Zitiertes Unternehmen distanziert sich
Die New York Times hat mit ihrem ausführlichen Artikel über die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern von Apple für viel Aufsehen gesorgt. Jetzt meldet sich Business for Social Responsibility (BSR) zu Wort und widerspricht den Aussagen eines vermeintlichen Mitarbeiters.

Die Arbeitsbedingungen bei den Zulieferern von Apple seien mies - viele Überstunden, 7-Tage-Woche, Arbeit mit giftigen Stoffen - heißt es in dem Artikel der New York Times. Außerdem interessiere sich Apple nicht für das Wohl der Arbeiter, sondern nur für die Erhöhung der Produktqualität und sinkende Produktionskosten; in dem Bericht der New York Times werden schwere Vorwürfe gegen den iPhone-Hersteller erhoben.
Apple-Chef Tim Cook wandte sich einige Stunden nach Veröffentlichung des Artikels an seine Mitarbeiter und wies die Vorwürfe von sich. Jeder Arbeiter sei wichtig und jedes Problem mit Arbeitsbedingungen ein Grund zur Sorge. Er betonte die Bemühungen von Apple, Transparenz und Klarheit über die Zustände bei den Zulieferern zu schaffen, und erklärte, dass die Zulieferer auch weiterhin überprüft würden.
Artikel an mehreren Stellen fehlerhaft
Jetzt meldet sich auch Business for Social Responsibility (BSR) zu Wort. In dem Bericht wird ein BSR-Berater ausführlich zitiert, unter anderem mit den Worten: "Sie [Apple] möchten Problemen nicht zuvorkommen, sie möchten nur Peinlichkeiten verhindern." Apple habe außerdem Ratschläge von BSR missachtet. BSR berät Unternehmen in Sachen sozialer Verantwortlichkeit.
Der Präsident und CEO von BSR, Aron Cramer, veröffentlichte jetzt im Unternehmensblog einen Brief, den er nach Erscheinen des Artikels an die New York Times geschrieben hat. Zudem gibt er die wichtigsten Punkte an, die BSR bereits vor Veröffentlichung an die Zeitung geschickt hat. In dem aktuellen Brief an die New York Times stellt Cramer klar, dass die Ansichten des anonymen BSR-Beraters in keinster Weise mit BSR in Verbindung gebracht werden sollten. Gleichzeitig betont Cramer, wie wichtig es sei, dass alle Unternehmen - nicht nur Apple - weitere Schritte einleiteten, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Vor der Veröffentlichung des Artikels schrieb Cramer an die Zeitung, dass der Artikel an mehreren Stellen fehlerhaft sei und dadurch einige Geschehnisse fehlerhaft dargestellt werden würden. So distanziert sich Cramer unter anderem von der Aussage, dass Apple die Ratschläge von BSR ablehnen würde. "Die Geschichte, die Sie präsentieren, zeichnet ein fehlerhaftes Bild von unserer Arbeit mit Apple […] und dem Bild, das BSR von Apple hat".
