Der Schrecken sitzt tief

Im Kurztest: Resident Evil: Revelations

Begleitet von einer aufwendigen viralen Werbekampagne und einem spektakulären Trailer kündigte Capcom jüngst den sechsten Teil der "Resident Evil"-Reihe für Xbox 360 und PS3 an - und stahl damit dem brandneuen 3DS-Ableger "Revelations" glatt die Show. Der ist - nomen est omen - tatsächlich eine kleine Offenbarung und kombiniert Survival Horror der alten "Resident Evil"-Schule mit einem grafischen Effektfeuerwerk, das man auf Nintendos 3D-fähiger Hosentaschenkonsole in dieser Form noch nicht erleben durfte. Elementares Utensil im Überlebenskampf ist aber ein neues Hardware-Accessoire: das Circle Pad Pro, das zeitgleich auf den Markt kommt.

Resident Evil: Revelations - Terragrigia Trailer: Dieser Trailer zum Nintendo-3DS-Survival-Shooter Resident Evil: Revelations zeigt Szenen aus Terragrigia. Das ist die zerstörte Stadt in der das Spiel unter anderem angesiedelt ist. Zusätzlich zu den Spielinhalten erhält der Spieler so auch einen Einblick in die Geschichte des Titels. Zum Video: Resident Evil: Revelations - Terragrigia Trailer

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Das rund 20 Euro teure Anhängsel erweitert das 3DS im Grunde nur um einen zusätzlichen Anlaogstick und zwei weitere Schultertasten - verdoppelt dabei aber glatt des Gewicht der tragbaren Konsole. Doch das Plus an Kontrolle und Bedienungskomfort ist nicht zu verachten - vor allem in einem Spiel wie "Resident Evil: Revelations", in dem man im Minutentakt von geifernden Zombies und bizarren Mutanten belagert wird und nun erstmals - kein Scherz! - gleichzeitig laufen und schießen kann. Aber auch andere 3DS-Titel werden das Feature künftig unterstützen, das vor allem Action- und Rollenspielern zupass kommt.

Inhaltlich ist der "Revelations"-Plot rund um ebenso ominöse wie rücksichtlose Bioterroristen, die ein neues Virus in die Welt setzen, irgendwo zwischen Teil vier und fünf der Survival-Horror-Reihe angesiedelt. Serien-Urgestein Jill Valentin (bekannt aus "Nemesis") und Neuzugang Parker Luciani werden zu Beginn auf einen verlassenen Kreuzfahrtdampfer verfrachtet, auf dem bereits Jills Kollege Chris Redfield vor Kurzem verschwand - und der mit unglaublich bösen Überraschungen aufwartet. Welche das sind, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Nur so viel: Die Handlung beschränkt sich weder auf das Geisterschiff noch auf eine feste Zeitebene. In Rückblicken geht's in die von den Veltro-Bioterroristen attackierte Stadt Terragrigia, mit einem anderen Team auch in eine Basis in Alaska - und wieder zurück. "Revelations" nutzt an vielen Stellen sogenanntes Backtracking und lässt Spieler mehrfach bestimmte Orte besuchen. Einer der wenigen Kritikpunkte am Spiel - zusammen mit der gewöhnungsbedürftigen Standard-Steuerung ohne Circle Pad.

Erstklassige Zwischensequenzen sowie detailverliebte 3D-Grafiken mit schaurig-schönem Tiefeneffekt lassen darüber jedoch schnell hinwegsehen - zumal "Revelations" spielerisch zu den Serien-Wurzeln zurückkehrt. Bedeutet: Das Spieltempo ist eher gemächlich, Action-Einlagen und ruhige Passagen halten sich die Waage, Munition ist Mangelware, aufgelesene Kräuter versprechen Heilung und die Anspannung ist nicht zuletzt wegen der beklemmenden Musikuntermalung ein ständiger Begleiter. Neu ist dagegen der sogenannte Genesis-Scanner. Damit können Jill und Co. ihre Gegner durchleuchten (wird ebenfalls mit Heilkräutern belohnt) oder die Umgebung nach versteckten Gegenständen absuchen, mit denen sich unter anderem das eigene Waffenarsenal an verstreuten Munitionskisten aufwerten lässt.

Echten Rätseln begegnet man im Zombieland dagegen eher selten - und wenn doch, müssen meist nur ein paar Schaltkreise auf dem unteren Touchscreen überbrückt werden, der sonst zur Verwaltung des Inventars und als Übersichtskarte dient.

Im Kurztest: Resident Evil: Revelations

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Im Kurztest: Resident Evil: Revelations - "Resident Evil: Revelations" bietet traditionellen Survival-Horror vor schaurig-schöner 3D-Kulisse. (Bild: Nintendo / Capcom)
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"Resident Evil: Revelations" bietet traditionellen Survival-Horror vor schaurig-schöner 3D-Kulisse. (Bild: Nintendo / Capcom)

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Im Kurztest: Resident Evil: Revelations - Ein neuer Virus lässt Menschen und Tiere mutieren. (Bild: Nintendo / Capcom)
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Ein neuer Virus lässt Menschen und Tiere mutieren. (Bild: Nintendo / Capcom)

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Im Kurztest: Resident Evil: Revelations - Bei der Gestaltung der bizarren Gegner ließen sich die Capcom-Entwickler offenbar von "Dead Space" inspirieren. (Bild: Nintendo / Capcom)
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Bei der Gestaltung der bizarren Gegner ließen sich die Capcom-Entwickler offenbar von "Dead Space" inspirieren. (Bild: Nintendo / Capcom)

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Im Kurztest: Resident Evil: Revelations - Erstmals in einem "Resident Evil"-Game kann man gleichzeitig haufen und schießen! (Bild: Nintendo / Capcom)
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Erstmals in einem "Resident Evil"-Game kann man gleichzeitig haufen und schießen! (Bild: Nintendo / Capcom)

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Nach zwölf Episoden und rund zehn Stunden durchgängig spannender Unterhaltung warten noch ein höherer Schwierigkeitsgrad und ein sogenannter Raid-Modus, in dem man on- wie offline mit einem Kumpel in 20 Missionen auf Biomutantenjagd gehen kann. Der krönende Abschluss für eins der besten 3DS-Games, die derzeit erhältlich sind.

Datenblatt

Resident Evil: Revelations
SpielnameResident Evil: Revelations
HerstellerCapcom Europe
VertriebNintendo
GenreAction-Adventure
Erhältlich ab27.01.2012
Preisca. 45 Euro
EAN Code0045496521615
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene
Alterab 16 Jahren
Multiplayer1-2
Sonstiges 
Bewertung Grafiksehr gut
Bewertung Steuerungsehr gut
Bewertung Soundsehr gut
Bewertung Spielspasssehr gut
Bewertung Gesamtsehr gut
System3DS

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