Experten von Privacy International erweitern Tracking Protection
Internet Explorer: Besserer Datenschutz mit neuen Tracking-Listen
Microsoft hat seinen Internet Explorer 9 mit der sogenannten Tracking Protection ausgestattet, die Surfer vor einem ungewollten Eingriff in ihre Privatsphäre schützen soll. In Zusammenarbeit mit führenden Experten im Bereich Datenschutz hat Microsoft nun neue Tracking-Listen für die entsprechende Funktion vorgestellt.

Inhaltsverzeichnis
- 1Tracking Protection
- 2Fertige Schutzlisten
- 3Fazit
Das Internet birgt eine ganze Reihe an Gefahren, welche die meisten Surfer - im Unterschied zu Viren, Würmern und Trojanern - nicht ohne Weiteres erkennen können. Dazu gehört insbesondere das sogenannte Tracking, bei dem Surfer über mehrere Webseiten hinweg verfolgt werden und ihr Surf-Verhalten aufgezeichnet wird.
Tracking Protection
Das ist möglich, wenn zum Beispiel Werbebanner auf mehreren Webseiten eingebunden sind. Microsoft hat aus diesem Grund in den Internet Explorer 9 eine Funktion namens Tracking-Schutz (engl. Tracking Protection) eingebaut, die dieses Verhalten unterbinden soll. Die Funktionsweise der Tracking Protection ist dabei relativ einfach: Aufgerufene Webseiten dürfen nur noch Inhalte von denjenigen externen Servern laden, die in einer Tracking-Schutz-Liste definiert wurden. Jeder Anwender kann diese in den Einstellungen des Internet Explorers im Reiter "Sicherheit" anpassen, was jedoch einen recht großen Aufwand mit sich bringt.
Fertige Schutzlisten
Für die meisten Surfer ist es daher empfehlenswert, sich eine fertige Liste mit Seiten für die Tracking Protection aus dem Web zu laden. Microsoft hat dafür eigens einen Bereich in der Internet-Explorer-Galerie eingerichtet, in dem derzeit sechs Zusammenstellungen erhältlich sind. Vor wenigen Tagen haben außerdem die beiden Datenschutz-Spezialisten Simon Davies und Alexander Hanff zwei neue Schutzlisten veröffentlicht, die speziell für den europäischen Markt entworfen wurden: Sie sollen den besonders hohen europäischen Anforderungen an den Schutz persönlicher Informationen im E-Commerce Rechnung tragen. Ferner ist ab sofort die erste Liste erhältlich, die speziell auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen eingeht.

Fazit
Grundsätzlich ist die Tracking Protection eine sehr gute Idee, da sie Surfern im Internet Explorer eine bessere Kontrolle über die Verfolgung ihrer Interessen gibt. Allerdings sollten Nutzer bei jeder - auch den beiden neuen Listen - immer hinterfragen, wer diese erstellt hat. So wurden Hanff und Davies durch Microsoft beauftragt, die Listen zu erstellen - und Microsoft betreibt selbst ein großes Netzwerk für Online-Werbung.






