In der Ruhe liegt die Kraft: Asus Zenbook UX31 im Test
Harte Kanten und eine weiche Tastatur
Das Zenbook UX31 verfügt über eine Tastatur in normaler Größe - nur auf den Zahlenblock hat Asus verzichtet. Sondertasten sind wie gewohnt durch Form und Größe hervorgehoben und die Pfeiltasten fallen wie bei den allermeisten Notebooks klein aus.
Die einzelnen Tasten weisen einen zu kurzen, weichen Hub auf. Die Druckpunkte sind nicht so deutlich zu spüren, wie man es sich wünschen würde. Beim Schreiben führt dies häufiger als sonst dazu, dass ein Buchstabe nicht erscheint, obwohl man meint, die Taste gedrückt zu haben. Hat man ja auch, aber eben nicht stark genug.
Wie schon beim Vorbild MacBook Air sind die Kanten der Handballenablage keine Handschmeichler, sondern hart. Je nach Schreibhaltung führen sie zu schmerzhaften Abdrücken an den Handgelenken oder -flächen. Insgesamt fallen die Handballenablagen aber so groß aus, dass sie ausreichend Platz bieten und die Hände nicht auf der Kante liegen müssen.
Das vergleichsweise großflächige Touchpad ist klar von den umliegenden Handballenablagen abgegrenzt, reagiert schon auf leichte - manchmal zu leichte - Berührungen und ermöglicht eine genaue Steuerung des Mauszeigers. Die zwei Touchpadtasten schließen sich nahtlos an, nur eine Trennlinie zwischen ihnen deutet an, wo der Nutzer für einen Klick drücken muss. Ihre Druckpunkte fallen deutlich aus, liegen an den Enden jedoch sehr tief.
Aluminium-Gehäuse und Adapter
Das Gehäuse des Zenbook UX31 von Asus ist aus einem Block Aluminium gefräst - nur die Bodenplatte ist angeschraubt - und entsprechend robust und einwandfrei verarbeitet. Selbst der dünne Bildschirm gibt beim Auf- oder Zuklappen nicht nach und die Scharniere bewegen sich geräuschlos.
An den Seiten des UX31 befinden sich je ein USB-2.0- und ein USB-3.0-Anschluss sowie ein Kartenlesegerät, ein Audio-Ausgang und je eine Micro-HDMI- und eine Mini-VGA-Schnittstelle. Asus legt dem Ultrabook zwei Adapter bei, mit deren Hilfe sich auch ein normaler VGA- und ein LAN-Stecker anbringen lassen.
Fazit: Fast perfektes Ultrabook
Asus hat mit seinem ersten Ultrabook die Messlatte hoch angelegt. Das Zenbook UX31 überzeugt mit einer hervorragenden Verarbeitung und erweist sich durchaus als würdiger Windows-Konkurrent zum MacBook Air. Potenzial zur Verbesserung besteht beim glänzenden Bildschirm und vor allem bei der Tastatur, die sich nicht für Vielschreiber eignet. Bei der Hardware kann der Nutzer ein paar Euro sparen.
Wir haben die teuerste Variante des UX31 getestet, für die Asus einen Verkaufspreis von 1.299 Euro empfiehlt, an den sich die Online-Händler bisher halten. Reicht ein nur 128 Gigabyte großer Speicher aus, lassen sich 200 Euro sparen - und wer mit der völlig ausreichenden Leistung eines Core i5-2557 zufrieden ist, kann bei der Auswahl der Modellvariante weitere 100 Euro weniger zahlen. Für ein mobiles Arbeitsgerät stellt die günstigste Ausstattung eindeutig das beste Preis-Leistungs-Verhältnis dar.
Acer hat mit dem Aspire S5 bereits ein Ultrabook angekündigt, dass mit einer Höhe von 15 Millimetern noch dünner ist.
