Forscher machen Objekt unsichtbar

Tarnkappe: 18-Zentimeter-Zylinder aus allen Blickwinkeln verschwunden

Forscher haben erstmalig ein dreidimensionales Objekt aus allen Blickwinkeln unsichtbar gemacht. Allerdings funktioniert der Versuch nur im Mikrowellenbereich. Der Gegenstand wird dabei mit einer Art "Foto-Negativ" umhüllt, wodurch er unsichtbar wird. 

Ein Unsichbar-Umhang wie bei Harry Potter wird noch lange eine Fantasievorstellung bleiben. (Bild: Microsoft)
Ein Unsichbar-Umhang wie bei Harry Potter wird noch lange eine Fantasievorstellung bleiben. (Bild: Microsoft)
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Professor Alu Andrea von der University of Texas in Austin ist es gelungen, einen 18 Zentimeter langen Zylinder für Microwellen unsichtbar zu machen, wie der britische Sender BBC berichtet. "Unser Ansatz ist anders. Wir stellen eine Hülle her, die Licht streut, aber der interessante Punkt ist die Kombination der Hülle mit dem Objekt im Inneren", erklärte Alu gegenüber BBC. Beide würden sich entgegenwirken und das Objekt wird komplett unsichtbar. Das sogenannte plasmonische Material sei im Grunde ein Fotonegativ, mit dem ein Objekt umhüllt werde. 

Hülle speziell an Objekt angepasst

Jede Art von Licht kann als elektrisches und magnetisches Feld beschrieben werden, wie die BBC erläuert. Das Aussehen eines Objektes wird durch die Art und Weise bestimmt, wie seine Atome diese Felder aufnehmen, reflektieren und übermitteln. Bisherige Meta-Materie-Ansätze versuchten diesen Effekt zu umgehen, indem sie das Licht um einen Gegenstand herumlenkten. Im Gegensatz dazu nutzte Alu plasmonische Materialien, die genau die gegenteiligen Effekte des Felds eines Objekts haben können.  

Daher muss die Hülle auch speziell an das Objekt angepasst werden. Das Ergebnis macht auch weitere Versuche mit anderen Wellenlängen aussichtsreich. Die Idee könnte unter anderem in hochauflösenden Mikroskopen angewandt werden. 

Allerdings sei ein Erfolg bei sichtbarem Licht unwahrscheinlich. "Es gibt noch viel zu tun", sagte Alu. Aber wenn er wetten müsste, wie die Tarnkappentechnik in fünf Jahren aussehe, dann sei die plasmonische Hülle ein guter Tipp. Alu veröffentlichte die Ergebnisse seines Versuchs im "New Journal of Physics". Bereits im Jahre 2010 war es MIT-Forschern gelungen, ein Metallstück verschwinden zu lassen.

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