Einfacher Test möglich

O2 UK: Handynummer wird offenbar an jede Internetseite weitergegeben (Update)

In Großbritannien herrscht bei O2-Nutzern gerade viel Aufregung wegen eines Datenschutzproblems. Offenbar wird die eigene Handynummer an jede Internetseite weitergegeben, die der Nutzer mit seinem Mobiltelefon besucht. Update: Das Problem wurde behoben.

Der netzwelt-Test mit einer deutschen O2-Karte zeigt nichts Verdächtiges. (Bild: netzwelt)
Der netzwelt-Test mit einer deutschen O2-Karte zeigt nichts Verdächtiges. (Bild: netzwelt)
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Das Update vom 26. Januar finden Sie am Ende des Artikels.

Lewis Peckover ist auf das Problem aufmerksam geworden. Er hat eine Internetseite entwickelt, über die jeder Nutzer selbst überprüfen kann, ob seine Handynummer weitergegeben wird. Dafür muss die Webseite - der Link dazu befindet sich rechts neben diesem Artikel - mit dem Handy aufgerufen werden. Der Nutzer muss dafür über das Mobilfunknetz von O2 eingewählt sein, mit einer WLAN-Verbindung tritt das Problem offenbar nicht auf.

Offenbar keine Gefahr in Deutschland

Falls die Handynummer an die Webseite weitergegeben wird, müsste im Header eine Zeile auftauchen, die mit "x-up-calling-line-id" beginnt, dahinter müsste die Handynummer stehen. Die netzwelt-Redaktion hat die Seite von Peckover mit einer deutschen O2-Karte aufgerufen und konnte keinen Hinweis finden, dass die Handynummer weitergegeben wird. Auch O2 Deutschland teilt über Twitter mit, dass das Problem nicht bei ihrem Netz auftritt, dafür wurden einige Tests durchgeführt.

Der Twitter-Account von O2 UK quillt gerade über vor Nachrichten des Unternehmens. Im Minuten-Takt gehen Tweets raus, in denen O2 UK aufgeregten Nutzern erklärt, dass das Unternehmen die Sache gerade überprüft. Sobald es Neuigkeiten gibt, werden sie auf Twitter bekannt gegeben. In einigen Tweets betont O2 UK auch, dass es für sie ein wichtiges Anliegen ist, die Sache aufzuklären.

Bislang ist noch unklar, warum die Handynummer weitergegeben wird. Es ist derzeit noch offen, ob dies von O2 UK beabsichtigt war oder ob es sich um einen Fehler handelt. Viele Nutzer fragen sich derzeit daher auf Twitter, warum es nötig ist, dass die Nummer weitergegeben wird.

Update vom 26. Januar 2012: Fehler wurde behoben

O2 UK gibt in seinem Blog bekannt, dass das Problem im Laufe des gestrigen Nachmittags noch behoben wurde. Außerdem entschuldigt sich das Unternehmen für die Beunruhigung, die ausgelöst wurde. Veröffentlicht wurde in dem Blog ebenfalls ein Q&A, wonach das Problem zwischen dem 10. Januar und dem 25. Januar, 14 Uhr (Ortszeit), auftrat. O2 gibt an, dass die Webseitenbetreiber nur Zugriff auf die Handynummer der Betroffenen hatten, "die nicht mit anderen identifizierenden Informationen verknüpft werden konnten".

Laut dem Mobilfunkanbieter wurden die Handynummern versehentlich an alle Internetseiten weitergegeben, dies geschah nach technischen Veränderungen im Zuge einer routinemäßigen Wartung. Im Normalfall hätten nur einige zuverlässige Partner Zugriff auf die Handynummer, dabei geht es beispielsweise um einen Altersnachweis. Außerdem würden alle Dienste von O2 die Nummer einsehen können.

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