Virtuelle Währung vor dem Aus

Xbox Live: Euro statt Microsoft Points

Microsoft will Gerüchten zufolge Ende des Jahres seine virtuelle Währung "Microsoft Points" abschaffen. Stattdessen sollen Nutzer des Gaming-Netzwerks Xbox Live Spiele und Inhalte in ihrer Landeswährung bezahlen.

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Das berichtet die Webseite Inside Mobile Apps unter Berufung auf interne Quellen bei Microsoft. Der Softwareriese selbst will sich zu dem Bericht nicht äußern. Die Währungsänderung betrifft nicht nur Xbox Live, sondern auch den Windows Phone- und den Zune-Marketplace. Hier waren die Microsoft Points eine von mehreren Zahlungsmöglichkeiten. Die Microsoft Points der Nutzer sollen zum Jahresende automatisch in Euros zurückgetauscht werden, meldet Inside Mobile Apps weiter. 100 Microsoft Points entsprechen aktuell etwa 1,25 Euro.

Nutzererlebnis verbessern

Mit der Abschaffung der Microsoft Points will der Hersteller aus Redmond das Nutzererlebnis verbessern. Bislang war oftmals nicht direkt ersichtlich, wie viel Inhalte kosten, da die Beträge über die verschiedenen Plattformen teilweise in Euro beziehungsweise US-Dollar ausgewiesen waren, das Bezahlen dann aber in Microsoft Points erfolgte. Ein weiterer Kritikpunkt an der virtuellen Währung ist, dass die Microsoft Points nur in 400er-Paketen erhältlich sind. 400 Microsoft Points kosten dabei fünf Euro. Wer nur gelegentlich Inhalte auf Xbox Live erwirbt, hat daher zumeist einen Überschuss an ungenutzten Punkten.

Mit dem neuen System würde sich Microsoft dagegen den Konkurrenten Apple und Google angleichen, die in ihren App Stores keine virtuelle Währung verwenden. Unklar bleibt, ob Microsoft, ähnlich wie Apple, Prepaid-Karten für den Einkauf auf seinen Plattformen anbieten wird oder Nutzer zum Kauf von Inhalten künftig zwingend eine Kreditkarte benötigen.

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