Der Mann im Hintergrund von Megaupload

Hintergrund: Wer ist eigentlich Kim Schmitz?

Mit der Schließung von Megaupload rückt eine Person wieder ins Rampenlicht, die über Jahre eher im Verborgenen agiert hat: Kim Schmitz, der heute den Namen "Dotcom" führt, ist eine der umstrittensten Persönlichkeiten der Filesharing-Szene. Netzwelt wirft einen Blick hinter die schillernde Fassade.

?
?

Netzwelt gibt einen kurzen Überblick über das bewegte Leben von Kim Schmitz. (Bild: netzwelt)
Netzwelt gibt einen kurzen Überblick über das bewegte Leben von Kim Schmitz. (Bild: netzwelt)
Anzeige

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Karriere als "Hacker"
  2. 2Data Protect GmbH
  3. 3Festnahme
  4. 4Besondere Hobbys
Werbung

Mit der Schließung von Megaupload ist dem FBI ein spektakulärer Schlag gegen die Filesharing-Szene gelungen, in deren Zentrum offenbar der schillernde IT-Unternehmer Kim Schmitz stand. Die Person, die sich seit einiger Zeit Dotcom nennt, ist schon mehrfach wegen ungewöhnlicher Geschäfte aufgefallen.

Karriere als "Hacker"

Noch bevor sich das Internet in der breiten Öffentlichkeit durchsetzen konnte, hat sich Kim Schmitz mit dem neuen Medium beschäftigt - und von Beginn an die rechtlichen Genzen des globalen Netzwerks ausgetestet. Nach übereinstimmenden Berichten gehörte Schmitz damals zu einem kleinen Kreis von Personen, die über sogenannte Mailboxen urheberrechtlich geschütztes Material illegal getauscht haben. Seinen ersten Auftritt im Fernsehen hatte Schmitz im WDR-Magazin Monitor, das ihn als "profilierten Hacker" vorgestellt hat.

Data Protect GmbH

Seine damaligen Aktivitäten im IT-Bereich brachten Schmitz die erste Verurteilung ein: 1998 wurde er wegen Computerbetrugs und anderer Delikte zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Offenbar hat die erste Strafe Wirkung gezeigt, da Kim Schmitz anschließend relativ seriöse Bahnen einschlug: Das Unternehmen "Data Protect Consulting GmbH" war wirtschaftlich durchaus erfolgreich, sodass Schmitz es später sogar an den TÜV Rheinland verkaufen konnte. Schmitz blieb als Minderheitsgesellschafter an Bord. Unter anderem der Zusammenbruch der New Economy sorgte dafür, dass die Firma schon 2002 wieder Insolvenz musste.