Alltag der Politik-Newcomer
ARD-Doku: Die ersten 100 Tage der Piratenpartei in Berlin
Die ARD hat eine Reportage über die Berliner Abgeordneten der Piratenpartei ausgestrahlt, die interessante Einblicke in den Alltag der jungen Politiker gewährt. Dabei geht es den Autoren Nicola Graef und Torsten Mandalka vor allem darum zu zeigen, wie die Partei den Sprung von Null auf neun Prozent in Berlin meistert.

Am 18. September 2011 erreichte die Berliner Piratenpartei bei den Landtagswahlen ihr Sensationsergebnis von neun Prozent. Dadurch zogen insgesamt 15 Abgeordnete in das Landesparlament ein. Die junge Partei setzte sich selbst gleich zu Anfang die höchsten Ziele: in Berlin am politischen Prozess beteiligt zu sein und dennoch eine Mitmach-Partei zu bleiben.
100 Tage einer Aufsteigerpartei
Wie den Piraten das gelingt, untersucht die Dokumentation "Piraten in der Politik - 100 Tage einer Aufsteigerpartei". Die ungefähr 45-minütige Reportage von Nicola Graef und Torsten Mandalaka begleitet dabei vier der Abgeordneten des Berliner Landesparlaments: Andreas Baum, den Fraktionsvorsitzenden, Susanne Graf, die mit 19 Jahren jüngste Abgeordnete, Christopher Lauer, den die ARD als "Medien-Rampensau" beschreibt, und Martin Delius, den Geschäftsführer der Berliner Piraten.
Gezeigt werden die ersten Fotoshootings der politischen Newcomer genauso wie erste Gespräche mit Botschaftern und Lobbyisten sowie den ersten Besuch auf dem Bundespresseball. Viel Neuland für die vier Protagonisten der Dokumentation, die in ihrem politischen Alltag viel Ernüchterndes erleben, was die Abgeordneten dennoch "hoch motiviere". Auf jeden Fall bietet der Bericht einen guten Einblick hinter die Kulissen einer noch jungen Partei.

Na ja, es war eher ein Bericht über Christof Lauer als über die Piratenpartei als solches. Immerhin, der ist gelungen, und recht sehenswert. Aber selbst als Piraten-Anhänger habe ich ein wenig die...