Unternehmer setzt auf individuelle Preise

Neues Geschäftsmodell: Facebook-Likes könnten Preise in die Höhe treiben

Unternehmer Alex Ganett glaubt, das Firmen bald dazu übergehen könnten, die Preise für ihre Produkte verstärkt zu individualisieren. Der Wert einer Ware würde dabei von Nutzer zu Nutzer variieren und darauf basieren, ob der Betreffende das Produkt bei Facebook mit dem "Gefällt mir"-Klick bedacht hat. Ganett betrachtet dies als ein neues E-Commerce-Konzept mit viel Potential.

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Der "Gefällt mir"-Button könnte bald ein weiteres Stück seiner Unschuld verlieren. (Bild: iFrick.ch)
Der "Gefällt mir"-Button könnte bald ein weiteres Stück seiner Unschuld verlieren. (Bild: iFrick.ch)
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Alex Ganett, seines Zeichens Webunternehmer und Gründer des Online-Portals CampusSplash, glaubt das am Webverhalten orientierte Preise 2012 als neues E-Commerce-Konzept den Markt erobern könnten.  

"Dieses Jahr läutet das Ende von statischen Preisen ein. Die Nutzung von Tweets, Likes und Webverlaufsprotokoll zur Preisfestlegung ist vielleicht beängstigend, aber unumgänglich." Der Unternehmer beschreibt seine Idee gegenüber der Daily Mail Online als den schlimmsten Alptraum für Konsumenten und gleichzeitig als eine paradiesische Vorstellung für Händler.

Boykott der Sozialen Netzwerke?

Der Unternehmer sieht die Erfolgschancen des Konzepts ausgesprochen positiv. Bereits jetzt sammeln Firmen zahlreiche Verhaltensdaten über Kunden und verwenden diese Datenbanken zur Festlegung der Preise. Dazu verwenden sie Bonusprogramme und Kundenkarten genauso wie Cookies und Soziale Netzwerke im Netz.

Chris Simpson, Marketingchef beim Online-Preisvergleichsportal Kelkool, äußerte sich gegenüber der Daily Mail jedoch etwas kritischer gegenüber der Umsetzungsmöglichkeit von Ganetts Idee. Er befürchtet, dass Nutzer anfangen, Soziale Netzwerke zu boykottieren, wenn sie davon erfahren, dass ihr Webverhalten die Produktpreise in die Höhe treibt.  

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