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Filesharing: Anonymous plant Megaupload-Nachfolger (Update)

Bereits letzte Woche startete die Operation Megaupload. Im Zuge dieser legte das Hackerkollektiv Anonymous verschiedene Webseiten von US-amerikanischen und europäischen Behörden genauso wie von Unternehmen lahm. Nun planen die Internetaktivisten offenbar, ihren Protest gegen die Abschaltung von Megaupload noch weiter zu führen und selbst ein neues Filesharing-Portal zu gründen. Update: Anonymous distanziert sich von Anonyupload auf Twitter.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Anonyupload
  2. 2Wirklich Anonymous?
  3. 3Update von 14:04 Uhr: Anonymous distanziert sich von Anonyupload
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Das Update von 14:04 Uhr finden Sie am Ende des Artikels.

Bisher ist Anonymous vor allem durch destruktive Aktionen wie DoS-Attacken auf Webseiten führender Unternehmen der Musikindustrie aber auch von Behörden bekannt. Damit machten sich die Hacker bisher nicht immer Freunde, vor allem weil konstruktive Ansätze kaum zum Repertoire des Kollektivs gehörten. Dies soll sich nun aber offenbar ändern, denn die Hacker planen, mit ihrem eigenen Filesharing-Portal online zu gehen.

Anonyupload

Anonyupload ist bereits jetzt online, verfügt jedoch nur über wenige Inhalte. Auf der Startseite ist zu lesen, dass das Angebot von allen Nutzern frei verwendbar sein wird und sich überdies auch nicht durch Werbung finanzieren soll. Stattdessen setzen die Hacker auf Spenden von Nutzern. Bis Montag war dies auf der Seite auch noch möglich, so berichtet das Wall Street Journal. Aktuell nimmt das Portal jedoch kein Geld mehr an.

Die Hacker geben an, sich noch im Aufbau der Server zu befinden, um jedem Nutzer einen FTP-Zugang zu ermöglichen. Der offizielle Start ist auf den 25. Januar festgelegt. Zur Sicherheit soll die Infrastruktur des Netzwerks zudem nicht in den Vereinigten Staaten, sondern in Russland liegen.

Wirklich Anonymous?

Der bisher meist für offizielle Ankündigungen des Kollektivs verwendete Twitter-Kanal Anon_Central ließ bisher allerdings offen, ob es sich bei Anonyupload tatsächlich um ein Projekt des Hackerkollektivs handelt. In einem Tweet ist zu lesen, dass die Nutzer selbst testen müssen, ob es sich bei dem Portal um ein seriöses Angebot handelt.

Anonyupload lässt auf seiner Startseite verlauten, dass es sich bei dem Portal nicht um einen direkten Megaupload-Nachfolger handle. Dennoch ist dort eine Botschaft an die kürzlich festgenommenen Hintermänner des Filesharing-Portals zu finden: "Danke DotCom für die letzten Jahre. Wir hoffen ihr werdet schnell wieder freigelassen. Versucht einfach beim nächsten Mal, nicht genau so viel Geld zu machen. Dann wird alles schon."

Den Link zum mutmaßlichen Filesharing-Portal von Anonymous finden Sie rechts neben dem Artikel.

Update von 14:04 Uhr: Anonymous distanziert sich von Anonyupload

Vor wenigen Minuten hat sich das Hackerkollektiv Anonymous auf dem Twitter-Kanal Anon_Central konkret von Anonyupload distanziert. Wörtlich ist dort zu lesen: "Wir haben KEINE Verbindung zu dieser Seite. Offensichtlich handelt es sich dabei um einen Betrugsversuch."

Unklar bleibt, warum sich die Gruppe nicht von Anfang an von dem Filesharing-Portal distanzierte.  

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