Episode IV in 473 Videoclips
Kurzfilm der Woche: "Star Wars" mal ganz anders
Im Jahr 2009 startete Casey Pugh ein ambitioniertes Projekt: Er rief Nutzer dazu auf, "Episode IV: Eine neue Hoffnung" von Star Wars nachzustellen. Allerdings sollten die Nutzer nicht den kompletten Film nachdrehen, sondern jeweils eine 15 Sekunden lange Szene. Pugh und sein Team fügten den Film dann aus den einzelnen Szenen zusammen, das fertige Werk ist jetzt online zu sehen.

"Star Wars Uncut: Director´s Cut" lautet der Name des zweistündigen Films, der aus 473 Szenen besteht, die jeweils von unterschiedlichen ambitionierten Filmemachern und Star Wars-Fans stammen. Wer den Film anschaut, muss sich also darauf einstellen, alle 15 Sekunden neue "Schauspieler" oder Schauplätze zu sehen. Außerdem wechselt Star Wars Uncut bunt zwischen Real-Aufnahmen, Zeichentrickbildern oder animierten Szenen hin und her.
Freie Wahl bei den Mitteln
Der Grund: Den Filmemachern wurde völlig freie Wahl gelassen, mit welchen Mitteln sie die von ihnen ausgesuchte 15 Sekunden lange Szene nachspielen beziehungsweise nacherzählen. Es handelt sich also nicht um einen so stimmigen Film, der mithilfe der Crowd entstand, wie beispielsweise das YouTube-Projekt "Life in a Day", das von Oscarpreisträger Kevin Macdonald und Star-Regisseur Ridley Scott produziert wurde.
Der Film "Star Wars Uncut" feierte eigentlich schon im Jahr 2010 Premiere, er lief auf einigen Festivals. 2010 konnte sich das Projekt auch eine beliebte Auszeichnung sichern: "Star Wars Uncut" erhielt einen Emmy in der Kategorie "Outstanding Creative Achievement in Interactive Media". Im Netz ist der Film allerdings erst seit einigen Tagen zu sehen - und bereits ein Erfolg. Wie die Macher in ihrem Blog zum Film bekanntgeben, wurde "Star Wars Uncut" innerhalb von 24 Stunden bereits knapp 500.000 Mal angeschaut.
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