Änderung der Profilpolitik
Google+: Spitznamen immer erlaubt, Pseudonyme nur teilweise
Google macht die Kehrtwende: Statt nur Klarnamen sind künftig auch Spitznamen und Pseudonyme auf Google+ erlaubt. Das Unternehmen kündigte die Änderungen bereits im Oktober an. Innerhalb der nächsten Woche sollen erste Neuerungen bei den Profilnamen in Kraft treten.

Als Google mit seinem Sozialen Netzwerk startete, bestand ein Klarnamenzwang - Profile mit Pseudonymen oder Spitznamen wurden sogar zum Teil gelöscht. Dies zog eine Protestwelle nach sich. Google gab daraufhin bekannt, dass es Änderungen geben werde. Als sich das Unternehmen im Rahmen des Web 2.0 Summits im Oktober 2011 dazu äußerte, gab es noch keine Details zu den Neuerungen. In einem Beitrag auf Google+ hat Bradley Horowitz, Vize-Präsident des Sozialen Netzwerks, die Änderungen jetzt bekanntgegeben.
Spitznamen zusätzlich nutzen
Ab sofort ist es möglich, einen Spitznamen, Mädchennamen, Namen in anderen Schriften oder Schreibweisen dem eigenen Profil hinzuzufügen. Allerdings erscheint dieser Name zusätzlich zum bisherigen Profilnamen und ersetzt diesen nicht. Horowitz betont in seiner Ankündigung, dass der veränderte Name des Google+-Accounts auch auf andere Dienste, die ein Profil bei Google erfordern, übertragen werde.
Wer einen Alias hinzufügen möchte, muss auf "Profil bearbeiten" gehen, auf seinen Namen und anschließend auf "weitere Optionen" klicken. Anschließend wählt der Anwender, wie der Alias angezeigt werden soll: entweder gar nicht, zwischen dem Vor- und Nachnamen oder hinter dem vollständigen Profilnamen.
Pseudonyme beweisen
Außerdem ändert Google auch die Vorgehensweise bei Pseudonymen oder Künstlernamen. Voraussetzung dafür, dass der Suchmaschinenanbieter ein Pseudonym - beispielsweise "Madonna" - erlaubt, ist, dass der Name weitreichend etabliert ist. Falls ein Pseudonym abgelehnt wurde, muss der Nutzer Informationen an Google schicken, die die geläufige Nutzung seines Pseudonyms bestätigen. Nach Angaben von Google kann das zum Beispiel ein Ausweis sein, bei dem der Künstlername eingetragen ist oder Artikel in Zeitschriften, Zeitungen oder ähnlichen Medien, in dem das Pseudonym erwähnt wird. Online-Persönlichkeiten müssen eine "bedeutsame Fangemeinde" vorweisen können.
Horowitz erklärt, bisherige Rückmeldungen hätten gezeigt, dass 60 Prozent der Nutzer gerne einen Spitznamen als Ergänzung wählen würden. 20 Prozent würden ein Pseudonym bevorzugen und weitere 20 Prozent hatten versucht, eine Unternehmensseite fälschlicherweise als Profil anzulegen.
