Das Leben der anderen scheint besser

Studie: Facebook macht unglücklich

Es gibt offenbar einen Zusammenhang zwischen der Facebook-Nutzung und der Wahrnehmung des eigenen Lebens. Einer aktuellen Studie zufolge beginnen Menschen, die immer mehr Zeit bei Facebook verbringen, zu glauben, dass andere ein besseres Leben führen als sie. Auch die Zahl der "echten" Freunde wirkt sich auf das Wohlbefinden aus. 

Je mehr "echte" Freunde, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, glücklich zu sein. (Bild: Screenshot)
Je mehr "echte" Freunde, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, glücklich zu sein. (Bild: Screenshot)
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Für die Studie befragten zwei Soziologen der Utah Valley Universität über 400 Studenten, wie die amerikanische Webseite "Digital Trends" berichtet. Diese sollten angeben, ob sie der Aussage "Das Leben ist gerecht" oder "Viele meiner Freunde haben ein besseres Leben als ich" zustimmen. Zusätzlich wurde untersucht, wieviel Zeit sie bei Facebook verbrachten, wieviele Facebook-Freunde sie haben und wieviele von diesen sie persönlich getroffen haben. 

Viele Facebook-Bekanntschaften existieren nur virtuell 

Dabei erkannten die beiden Soziologen Hui-Tzu Grace Chou and Nicholas Edge einen Zusammenhang: Menschen, die viel Zeit bei Facebook verbringen, glauben eher, dass andere ein besseres Leben führen als sie. Zudem gaben sie seltener an, dass das Leben gerecht sei. Facebook-Nutzer mit vielen Freunden, die sie nicht persönlich getroffen hatten, glaubten häufiger, dass das Leben der anderen besser sei.

Bei Menschen, die weniger Zeit bei Facebook und mehr mit ihren "echten" Freunden verbrachten, sei die Wahrscheinlichkeit, dass sie unglücklich sind, geringer. Der Grund dafür sei, dass Facebook-Nutzer ihre glücklichsten Momente im Netz festhielten, sodass die Nutzer glaubten, das Leben ihrer Freunde sei ständig so. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "Cyberpsychology, Behavior and Social Networking journal" veröffentlicht.

Bei einer anderen Studie wurde der Einfluss des sozialen Netzwerks auf Jugendliche untersucht. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass Teenager, die oft auf Facebook unterwegs sind, stärkere narzisstische Tendenzen zeigen. Aber auch positive Einflüsse wurden festgestellt. 

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Beiträgeinsgesamt 3 Beiträge

Beeindruckend. ÜBER 400 Studenten befragt! Das war (a) eine immense Arbeit und (b) wahrlich ein repräsentativ er Querschnitt der Facebook-Nutzer. Was mein Leben (mit Facebook) betrifft: Es geht mir schlechter als...

Für mich hat das mit Eigenreflektion und genügend Selbstbewußtsein zu tun.Man kann natürlich alles mögliche schreiben- aber man hat auch die Wahl, für sich die richtigen Austauschpartner zu finden. Mir selbst...

Vielleicht ist es aber auch so, dass die "Unglücklichen" einfach mehr Zeit auf Facebook verbringen. Wer wenig "echte" Freunde hat surft halt mehr auf Facebook, das heißt aber doch nicht, dass Facebook...

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