FileSonic und Co.

Nach Razzia bei Megaupload: Filesharing-Seiten zensieren sich selbst

Nachdem die US-Justiz den Filehoster Megaupload wegen massiver Urheberrechtsverletzungen geschlossen hat, geht in der Branche offenbar die Angst um: Der Dienst FileSonic hat alle Filesharing-Funktionen bis auf Weiteres abgeschaltet, die Webseite Uploaded.to sperrt dagegen US-Nutzer aus.

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FileSonic will nicht weiter als Filesharing-Webseite fungieren. Ein Banner auf der Startseite des Dienstes informiert die Nutzer, dass sie aktuell nur noch Zugang zu Dateien haben, die sie selbst hochgeladen haben. Download-Links wurden deaktiviert, gleichzeitig wurde auch das Prämien-Programm für sogenannte Uploader eingestellt. Es sah vor, dass Nutzer, die Dateien hochladen, die dann häufig von anderen Nutzern heruntergeladen werden, für ihre Dienste Geld erhalten. Ob noch ausstehende Prämien ausgezahlt werden, bleibt abzuwarten.

Furcht vor FBI-Razzia

Eine Erklärung über den Hinweis auf der Startseite hinaus gibt es von FileSonic nicht. Die Webseite TorrentFreak vermutet, dass die Betreiber ein ähnliches Schicksal wie das des Konkurrenten Megaupload befürchten. Wie die von den US-Behörden inzwischen geschlossene Webseite agiert FileSonic von Hongkong aus. Der One-Click-Hoster gehört laut TorrentFreak zu den Top Ten der Filesharing-Seiten im Netz.

Die Betreiber sind aber bereits seit Längerem darum bemüht, dass über ihren Dienst nur legale Inhalte getauscht werden. Unter anderem kooperiert FileSonic eigenen Aussagen zufolge mit dem Dienst Vobile, um urheberrechtlich geschützte Inhalte im Angebot ausfindig zu machen. FileSonic ist nicht der einzige Anbieter, der auf die Razzia bei Megaupload reagiert. Die Webseite Uploaded.to sperrt laut dem US-amerikanischen Technikblog The Verge nun ihren Dienst für US-Nutzer.

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