Ein Deutscher soll es richten

RIM: Thorsten Heins neuer Chef beim BlackBerry-Hersteller

Research in Motion (RIM) vollzieht einen Wechsel an der Konzernspitze: Die beiden Unternehmensgründer Mike Lazaridis und Jim Balsillie ziehen sich zurück, künftig wird der Deutsche Thorsten Heins den angeschlagenen BlackBerry-Hersteller leiten. Der 54-jährige ehemalige Siemens-Manager setzt seine Hoffnungen in das neue Betriebssystem BlackBerry 10, das aber nicht vor Ende des Jahres erscheinen wird.

Thorsten Heins soll BlackBerry-Hersteller Research in Motion aus der Krise führen. (Bild: Screenshot)
Thorsten Heins soll BlackBerry-Hersteller Research in Motion aus der Krise führen. (Bild: Screenshot)
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RIM stellt sich neu auf. Statt einer Doppelspitze aus den Gründern Mike Lazaridis und Jim Balsillie wird der Handy-Hersteller künftig von Thorsten Heins geführt. Der gebürtige Bayer wechselte 2007 von Siemens zu Research in Motion, zuletzt war er als Chief Operation Officer für das Smartphone-Portfolio von RIM zuständig.

Lazaridis und Balsillie werden sich jedoch nicht vollständig aus dem Konzern zurückziehen, sondern weiterhin wichtige Posten bekleiden: Lazaridis sitzt beispielsweise als Vizepräsident im Aufsichtsrat und wird dem neuem Innovationsforum des Unternehmens vorstehen. Auch Balsillie wird dem Aufsichtsrat angehören. Beide erklärten in einer Pressemitteilung, es sei nun angesichts der bevorstehenden Markteinführung des neuen BlackBerry-Betriebssystems BlackBerry 10 an der Zeit für einen Führungswechsel.

Hoffnung auf BlackBerry 10

Auf dem neuen Betriebssystem ruhen beim kanadischen Handy-Hersteller die Hoffnungen. Das System soll die BlackBerry-Plattform mit dem eingekauften Betriebssystem QNX verbinden, auf dem bereits das Tablet-Betriebssystem BlackBerry Playbook OS aufbaut. Heins bezeichnete BlackBerry 10 in einem Videostatement als Kehrtwende. Man bilde eine komplett neue Plattform für das nächste Jahrzehnt. Er könne es nicht erwarten, das neue System zu sehen.

Gegenüber der kanadischen Tageszeitung Globe and Mail schloss er auch nicht aus, BlackBerry 10 an andere Smartphone-Hersteller zu lizenzieren. Zunächst wolle er aber sicherstellen, dass BlackBerry 10 rechtzeitig und in guter Qualität auf den Markt kommt. Die BlackBerry-Nutzer sollen vom neuen System förmlich von den Stühlen gerissen werden. Bis dahin wird aber noch einige Zeit vergehen. Aktuell rechnet man bei RIM mit einer Markteinführung der neuen Plattform nicht vor Ende 2012.

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