Picnik, Social Graph API vor dem Aus

Google räumt weiter auf: Sky Map wird Open Source

Zum neuen Jahr möchte sich Google wieder von einigen Diensten trennen, die nicht den erwünschten Erfolg erzielten oder nicht zum Google-Universum passen. Nicht alle Google-Angebote werden dabei aber komplett aufgegeben.

Die Android-Anwendung Google Sky Map wird zu einem Open-Source-Projekt. (Bild: Google)
Die Android-Anwendung Google Sky Map wird zu einem Open-Source-Projekt. (Bild: Google)
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Im offiziellen Firmenblog gibt Dave Girouard, Vizepräsident des Produktmanagements bei Google, die Neuerungen rund um sechs Dienste bekannt. Die Android-Anwendung "Google Sky Map" wird an die Open-Source-Community übergeben. Google arbeitet daneben mit der Carnegie Mellon University zusammen, Studenten sollen dabei für die Weiterentwicklung der Anwendung sorgen. Bislang verwendeten rund 20 Millionen Android-Nutzer die Anwendung, um einen Blick in den Sternenhimmel zu werfen.

Picnic, GMC und Needlebase werden eingestampft

Im Jahr 2010 übernahm Google einen Online-Foto-Editor namens Picnik, am 19. April 2012 wird dieser Dienst nun geschlossen. Bis dahin stellt Picnik sein Premium-Angebot kostenlos zur Verfügung, alle bisherigen Premium-Kunden erhalten eine Rückzahlung. Die mit Picnik bearbeiteten Fotos können zu Google+ kopiert oder als Zip-Datei heruntergeladen werden.

Google Message Continuity (GMC) wurde im Dezember 2010 eingeführt und nach rund einem Jahr wird der Support beendet. Es handelt sich dabei um ein Angebot für Unternehmen, die ihre E-Mails, die sie über Microsoft Exchange gesendet beziehungsweise empfangen haben, in der Cloud sichern können. Allerdings nutzen deutlich mehr Unternehmen Google Apps, sodass GMC überflüssig wird. Google empfiehlt GMC-Nutzern, auch auf Google Apps umzusteigen.

Am 1. Juni 2012 wird die Daten-Management-Plattform Needlebase aufgegeben, allerdings prüft Google, ob die Technologie nicht in andere Dienste einfließen kann. Ab sofort gilt die Social-Graph-API als veraltet, am 20. April wird sie komplett aufgegeben. Der Grund: Mangelnde Nutzung durch Entwickler. Die von Google im Jahr 2005 übernommene Software Urchin diente als Grundlage für Google Analytics, ab April werden keine neuen Lizenzen für Urchin vergeben.

Vorherige Aufräumaktionen

Bereits im vergangenen Jahr entschied sich Google, einige seiner nicht so erfolgreichen Dienste zu schließen. In einer ersten Ankündigung wurde unter anderem über das Schicksal von Google Desktop und Aardvark berichtet, anschließend gab Google das Aus von Buzz, Jaiku und weiteren Diensten bekannt, bevor verkündet wurde, dass unter anderem auch Wave und Knol eingestellt werden.

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