Mit 15 Millimetern Höhe das derzeit dünnste Notebook
Acer Aspire S5 im Kurztest: Flach, flacher, Ultrabook
Auf der CES in Las Vegas hat Acer mit dem Aspire S5 das nach eigenen Angaben derzeit dünnste Ultrabook vorgestellt. Netzwelt hatte jetzt in Hamburg die Gelegenheit, einen Prototypen des nur 15 Millimeter dicken Notebooks auszuprobieren.
Inhaltsverzeichnis
- 1Schlankheitswahn: Zu dünn für Anschlüsse?
- 2Nie mehr ausschalten
- 313,3 Zoll, SSD und Core i5 oder Core i7
- 4Fazit: Immer dabei und immer verfügbar
Schlankheitswahn: Zu dünn für Anschlüsse?
Sobald man das Acer Aspire S5 in der Hand hält, fallen zwei Dinge auf: Das Ultrabook ist wirklich extrem leicht und dünn. Es bringt knapp 1,3 Kilogramm auf die Waage und misst zusammengeklappt nur 15 Millimeter in der Höhe. Zwar handelte es sich bei dem netzwelt zur Verfügung gestellten Exemplar um eines der wenigen Vorserienmodelle, doch schon bei ihm wirkte das Metallgehäuse mit seiner Aluminium-Magnesium-Legierung sehr robust und einwandfrei verarbeitet.
Durch die geringe Dicke passt das S5 bequem in jede Tasche, allerdings stellt die Bauhöhe auch eine Herausforderung an die Ingenieure dar, denn für normale Anschlüsse ist das Ultrabook zu schmal. Als Lösung haben sie MagicFlip entwickelt. Auf Knopfdruck fahren ein HDMI-Anschluss, zwei USB-3.0-Anschlüsse und ein bei Windows-Geräten noch extrem seltener Thunderbolt-Anschluss auf der Rückseite nach unten aus und heben dabei das Notebook leicht an.
Acer Aspire S5 im Kurztest
Nach Herstellerangaben mit 15 Millimetern Höhe das derzeit dünnste Ultrabook.
Da das Gehäuse eigentlich zu dünn ist, fahren der HDMI-, die zwei USB-3.0- und der Thunderbold-Anschluss nach unten aus. Acer nennt die Technik MagicFlip.
Ein riesiges Touchpad und ein normale Tastatur, bei der nur die Eingabetaste leiden musste.
Nie mehr ausschalten
Acer stattet das Aspire S5 mit zwei Technologien aus, die sich positiv auf den Nutzer auswirken sollen. Die Energieverwaltung "Acer Green Instant On" soll zum einen die Akkulaufzeit verlängern und gleichzeitig dafür sorgen, dass das Ultrabook schneller hochfährt. Befindet sich das Notebook im Ruhezustand und ist nicht komplett ausgeschaltet, steht es dem Nutzer nach bereits 1,5 Sekunden wieder zur Verfügung. Die Zeit haben wir zwar nicht nachgemessen, aber mit dem S5 konnten wir gefühlt viel schneller wieder arbeiten als bei anderen Laptops.
"Acer Always Connect" sorgt dafür, dass das Aspire-Ultrabook auch im geschlossenen Zustand per WLAN online ist und zum Beispiel E-Mails im Ruhemodus empfängt - dabei aber laut Acer nur so wenig Strom, wie nötig ist, verbraucht.
Die Chiclet-Tastatur weist größtenteils ein typisches Design auf. Nur bei der Enter-Taste, deren oberer Abschnitt unter anderem für Backslashs herhalten muss, und den kleinen Pfeiltasten muss der Nutzer aufmerksam sein. Insgesamt sind die Tasten ein wenig zu weich gelagert. Die Druckpunkte sind zwar deutlich zu spüren, aber sie könnten schon vorher knackiger sein. Da es sich aber um ein Vorserienmodell handelt, besteht zumindest noch ein wenig Hoffnung, dass sich das bei den finalen Geräten noch verbessert.
Das Touchpad ist in die Mitte der großzügigen Handballenablagen eingelassen. Allerdings sind die Touchpadtasten nicht markiert, sondern nahtlos in das Touchpad eingebunden. Will der Nutzer klicken, muss er es im unteren Bereich möglichst eindeutig links oder rechts nach unten drücken.
13,3 Zoll, SSD und Core i5 oder Core i7
Das Aspire S5 verfügt über einen 13,3 Zoll großen Bildschirm. Acer wird das Ultrabook später in verschiedenen Varianten anbieten. Zur Auswahl werden unter anderem Core i5- und Core i7-Prozessoren von Intel sowie unterschiedlich große Arbeitsspeicher und SSD-Festplatten stehen. Drahtlos funkt das Notebook per WLAN und Bluetooth.
Fazit: Immer dabei und immer verfügbar
Wer ehrlich zu sich selbst ist, muss feststellen: Die paar Millimeter machen den Kohl nicht fett und sind kein Kriterium für oder gegen das Acer Aspire S5. Das Ultrabook bietet sich aber trotzdem als dauerhafter Begleiter an und überzeugt vor allem mit schnellen Start- und Zugriffszeiten sowie einer hochwertigen Verarbeitung. Bei der Hardware sollen mehrere Modelle mit unterschiedlicher Leistung zur Auswahl stehen. Spannend bleibt die Frage, ob das Gerät von Acer sich erkennbar von anderen Ultrabooks unterscheiden kann.
Das Acer Aspire S5 soll im zweiten Quartal 2012 in mehreren Ausstattungsvarianten im Handel verfügbar sein. Die genauen Preise stehen nach Aussagen des zuständigen Produktmanagers noch nicht genau fest, werden aber sicherlich über 1.000 Euro liegen.

Hallo Macromonium! Es handelte sich natürlich um ein spiegelndes Display mit der üblichen Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln. Allerdings legte Acer wert darauf, dass es in diesem Punkt noch nicht final...
Angaben zum Display wären interessant gewesen. Aber sicher ist auch das wieder ein unbrauchbarer Schminkspiegel, der dem eigens ausgerufenen Mobilitätsanspruch der Ultrabooks keinesfalls gerecht wird. Wie,...