Solarzelle im Display
Ohne Steckdose: Forscher arbeiten an selbstladenden Smartphones
Forscher arbeiten fieberhaft daran, die Laufzeiten von Smartphones zu erhöhen. Zusätzliche Energie soll dabei aus den Geräten selbst gewonnen werden. Forscher der Universität Cambridge wollen etwa aus dem Licht der Handy-Displays über eine Solarzelle Strom erzeugen.
Die Forscher machen sich dabei zunutze, dass ein Großteil des von modernen OLED-Displays ausgestrahlten Lichts gar nicht verwendet wird. Nur 36 Prozent würden wirklich dazu benutzt, den Bildschirm zu erhellen, sagt der Forscher Arman Ahnood gegenüber dem Fachmagazin IEEE Spectrum. Das restliche Licht entweiche an den Rändern ungenutzt.
Mit einer ultradünnen Solarzelle, die in das Display integriert ist, wollen er und seine Kollegen dieses Licht nutzbar machen. Dabei auftretende Probleme wie schwankende Spannungen haben sie mittlerweile in den Griff bekommen und es ist ihnen gelungen, auf diese Weise aus einem 3,7 Zoll großen Display rund fünf Milliwatt Leistung zu erzeugen. Ein anständiges Ergebnis - aber nur ein Bruchteil der Energie, die ein Smartphone benötigt. Weitere Forschungen sind also notwendig.
Alternativen zur Steckdose
Auch durch Magnet-Resonanz-Kopplung über eine Induktionsspule könnte Energie im Smartphone erzeugt werden - ohne das Gerät an die Steckdose hängen zu müssen. Hieran wird in Cambridge ebenfalls bereits geforscht. Vom Prototyp zum fertigen Produkt ist es aber auch in diesem Fall noch ein langer Weg.
Die Industrie setzt unterdessen derzeit eher auf Akkus mit größerer Kapazität. Das Motorola Razr Maxx bietet beispielsweise einen 3.300-Milliamperestunden-Akku, er soll Sprechzeiten von bis zu 21,5 Stunden ermöglichen. Tipps und Tricks, wie Sie die Akkulaufzeit ihres Smartphones auch ohne Solarzelle im Display oder Mega-Akku heben können, finden Sie auf netzwelt.


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