Geschäftsführer in Neuseeland festgenommen

Online-Piraterie: US-Justiz schließt Megaupload

Das US-Justizministerium hat den Filesharing-Dienst Megaupload geschlossen und die Verantwortlichen unter anderem wegen Urheberrechtsverletzungen angezeigt. Unter den Angeklagten sind auch drei Deutsche. Hacker griffen kurz nach der Schließung der Seite die Homepage des US-Justizministeriums an.

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Die US-Justizministerium hat die Seite megaupload.com inzwischen geschlossen. (Bild: Screenshot)
Das US-Justizministerium hat die Seite megaupload.com inzwischen geschlossen. (Bild: Screenshot)
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Es ist einer der größten Fälle von Urheberrechtsverletzungen in den USA, wie das US-amerikanische Justizministerium mitteilte. Insgesamt werden sieben Personen verdächtigt, ein international organisiertes, kriminelles Unternehmen geführt zu haben. Ihnen wird massive Online-Piraterie über die Filesharingseite Megaupload.com und andere Seiten vorgeworfen. 

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175 Millionen Dollar Einnahmen

Durch den Verkauf von Premium-Mitgliedschaften sollen die Beschuldigten über 175 Millionen Dollar eingenommen haben. Den Verantwortlichen wird zudem Geldwäsche vorgeworfen. Ihnen drohen langjährige Haftstrafen. Allein für organisiertes Verbrechen oder Geldwäsche drohen jeweils bis zu 20 Jahre Gefängnis.

Geschäftsführer des kriminellen Unternehmens ist den Angaben der Behörden zufolge der 37-jährige Kim Dotcom, alias Kim Schmitz und Kim Tim Jim Vestor, der in Hongkong und Neuseeland lebt. Er wurde in Neuseeland festgenommen. Unter den weiteren Beschuldigten sind auch drei Deutsche.

Webseite des US-Justizministeriums angegriffen

Den Angeklagten wird vorgeworfen, Urheberrechte von Musik, Filmen - oft noch vor dem offiziellen Kinostart - sowie digitalen Büchern und Software im großen Stil verletzt zu haben. Die Seite habe über 150 Millionen registrierte Nutzer gehabt sowie 50 Millionen tägliche Aufrufe. Insgesamt soll ein Schaden von mehr als einer halben Milliarde US-Dollar entstanden sein.

Als Reaktion auf die Schließung der Seite griffen Hacker 15 Minuten später die Internet-Seite des US-Justizministeriums an, berichtete die US-Tageszeitung "Washington Post". Über Twitter bekannte sich die Hacker-Gruppe Anonymous dazu.

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