Ersatz für die Eingabeaufforderung und Windows PowerShell
Leistungsstark: Die alternative Kommandozeile Take Command
Die Steuerung eines Windows-PCs über die Kommandozeile ist zwar etwas aus der Mode gekommen, manche Dinge lassen sich aber bis heute auf diesem Weg schneller erledigen als über die grafische Oberfläche. Take Command ist eine der besten alternativen Kommandozeilen für Windows.

Inhaltsverzeichnis
- 1Systemanforderungen
- 2Installation und Einstieg
- 3Fazit
Microsoft hat die Eingabeaufforderung von Windows längst durch die modernere PowerShell ersetzt. Nicht jeder Nutzer kommt mit dem neuen Werkzeug zurecht. Zum Glück gibt es aber noch andere Kommandozeilen-Tools für Windows, wie zum Beispiel Take Command von JP Software.
Systemanforderungen
Die Anwendung wurde entwickelt, um die altbekannte Eingabeaufforderung von Windows durch eine moderne Kommandozeile zu ersetzen, mit der sich unerfahrene Anwender und Profis gleichermaßen anfreunden können. Take Command ist derzeit in zwei Versionen erhältlich: Die reguläre Fassung kostet derzeit knapp 100 US-Dollar, was etwa 77 Euro entspricht. Wer diesen Betrag nicht sofort ausgeben möchte, kann sich entweder die 30-Tage-Testversion der Anwendung herunterladen oder gleich TCC/LE installieren, das vollkommen kostenlos ist, aber nicht alle Funktionen bietet.
Studenten und Heimanwendern empfiehlt der Hersteller, zunächst mit TCC/LE zu beginnen und bei Gefallen später auf die Profi-Version zu wechseln. Letztendlich ist es aber egal, mit welcher Version sich Nutzer zuerst beschäftigen, da beide Kommandozeilen ähnlich aufgebaut sind. Take Command beziehungsweise TCC/LE laufen in der aktuellen Version 13.0 auf Windows XP (mit SP2), Windows 2003 und 2008, Windows XP sowie Vista und Windows 7 (32- oder 64-Bit). Für einen reibungslosen Betrieb sollte man 20 (TCC/LE) beziehungsweise 50 Megabyte freien Speicherplatz einplanen.

Installation und Einstieg
Obwohl es sich bei Take Command um ein Systemverwaltungswerkzeug handelt, unterscheidet sich die Installation nicht von jeder anderen Windows-Software. Ein Setup-Assistent sorgt dafür, dass alle benötigten Komponenten auf der Festplatte landen und auf Wunsch auch Shell-Skripte direkt mit Take Command verknüpft werden. Sollte nach der Installation dann eine .BAT- oder .CMD-Datei geöffnet werden, startet Take Command beziehungsweise TCC/LE statt der normalen Konsole. Über das Kontextmenü ("Öffnen mit ...") kann diese Zuordnung jederzeit wieder zurückgesetzt werden.
Standardmäßig wird das Programm nach dem Ende des Setup-Assistenten sofort gestartet, sodass sich Anwender mit der neuen Umgebung vertraut machen können. Neben den gewohnten Befehlen, die man aus der Eingabeaufforderung kenn, bringt Take Command eine ganze Reihe weiterer Kommandos mit - eine vollständige Übersicht finden interessierte Nutzer im Support-Bereich auf der Webseite. Im Vergleich zur Eingabeaufforderung dürfte einzig das Menü besonders auffallen, über das der Inhalt der Konsole bequem ausgedruckt werden kann. Auch ein eigener Texteditor versteckt sich dort.

Fazit
Microsoft hat mit Windows NT 3.1 eine Eingabeaufforderung eingeführt, die sich bis heute kaum verändert hat. Wer nicht auf die neue PowerShell umsteigen möchte, sollte sich Take Command auf jeden Fall ansehen: Die alternative Kommandozeile ist schnell, äußerst robust und einfach bedienbar. Wer die Lizenzgebühren scheut, erhält mit TCC/LE eine tolle Alternative zur Profi-Version.
