Handy-Kurznachricht dennoch weit verbreitet

Trend: Smartphones lassen SMS-Umsätze sinken

Trotz Rekordnutzung verdienen Netzanbieter immer weniger mit SMS-Versand. Medienberichten zufolge rechnen Experten mit einem schleichenden Ende der Handy-Kurzmitteilung. 

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Die Deutschen versenden immer mehr SMS. (Bild: Bitkom)
Die Deutschen versenden immer mehr SMS. (Bild: Bitkom)
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Noch ist das Ende allerdings fern: Die Handy-Kurzmitteilung SMS wird noch immer gern genutzt. 2011 verzeichneten die Anbieter Rekordzahlen beim Versand der Kurznachrichten. Doch sie verdienen damit immer weniger, berichtete das Wirtschaftsmagazin "Capital". 

46 Milliarden SMS im Jahr 2011

Nach Schätzungen des Branchenverbandes Bitkom wurden 2011 in Deutschland rund 46 Milliarden Handy-Kurznachrichten versandt, elf Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings sei gleichzeitig der monatliche SMS-Umsatz pro Anschluss um etwa 60 Prozent gesunken, berichtete "Capital" mit Verweis auf den "International Communications Market Report" der britischen Regulierungsbehörde Ofcom.

Im Jahr 2005 seien monatlich im Durchschnitt noch 5,15 Euro mit SMS umgesetzt worden. 2010 sei dieser Wert auf 1,90 Euro gefallen. Als Hauptursache für diese Entwicklung wird die wachsende Verbreitung von Smartphones genannt. Nutzer könnten Software-Angebote wie etwa WhatsApp installieren und Kurzmitteilungen via Datenverbindung zu einem Bruchteil der sonst anfallenden SMS-Kosten versenden. Über WhatsApp wurde im November 2011 beispielsweise erstmals über eine Milliarde Nachrichten innerhalb eines Tages verschickt.

Laut "Capital" rechnen Experten damit, dass die immer günstigeren Smartphone-Preise zum schleichenden Ende der SMS führen werden. Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer dagegen hatte noch im vergangenen Mai gesagt: "Die SMS ist kein Auslaufmodell, sondern wird als Kommunikationsmittel immer beliebter." Im Schnitt verschickte jeder Bürger etwa 550 SMS im Jahr 2011.

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