Neues internationales Abkommen soll Filesharing stoppen

SOPA goes ACTA: Der europäische Copyright-Blackout kommt noch!

An den Protesten gegen das "Stop Online Piracy Agreement", kurz SOPA, beteiligen sich auch viele deutsche Blogs und Internetseiten. Denn die Vorbereitungen zum Protest gegen das europäische Gegenstück ACTA laufen bereits. Es wird erwartet, dass noch in diesem Jahr über die Umsetzung des Copyright-Abkommens ACTA entschieden wird. ACTA wurde jahrelang hinter verschlossenen Türen verhandelt und wird bald vom Bundestag diskutiert werden. Kritiker befürchten ähnlich wie auch bei SOPA den Aufbau einer Zensur-Infrastruktur, bei der die Provider zu Vollstreckern werden - mit fatalen Auswirkungen für das Internet, wie wir es kennen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Was ist ACTA?
  2. 2Wer unterstützt ACTA und wie ist der Stand der Dinge?
  3. 3SOPA als Weckruf gegen ACTA
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Was ist ACTA?

ACTA steht für "Anti-Counterfeiting Trade Agreement" und meint ein neues Handelsabkommen, welches die Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen auch international erlauben soll. Laut ACTA könnten Provider künftig für die Inhalte ihrer Kunden haften. Hierdurch würden sie gezwungen werden, die Inhalte ihrer Nutzer auf Urheberrechtsverletzungen hin zu kontrollieren, da sie sonst gerichtlich abgemahnt werden könnten. Durch ACTA würden Provider somit gezwungen, Filter- und Überwachungsstrukturen einzuführen, die die Tätigkeiten ihrer User überwachen. Tun sie das nicht, riskieren sie hohe Klagen durch die Rechteinhaber. Hierdurch würden dann nicht nur Filesharing-Aktivitäten kontrolliert, sondern die Datenverbindungen aller Kunden.

Doch nicht nur alle Internetnutzer sind potentiell von ACTA betroffen. Auch Patente auf Pflanzen und Medikamente sollen laut ACTA viel rigoroser durchgesetzt werden. Vor allem Entwicklungsländer, die bei dem Rennen um Pflanzenpatente nicht mithalten können, und Länder, die auf Generika für die Medizinversorgung der Bevölkerung angewiesen sind, dürften dann in Schwierigkeiten geraten. Ihre Interessen werden in dem Abkommen nicht vertreten, denn am Verhandlungstisch sitzen keine Entwicklungsländer, sondern ausschließlich führende Industrienationen. 

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