Unternehmen plant Wandel

Neustart: Kodak meldet Insolvenz an

Der amerikanische Fotografiekonzern Kodak hat freiwillig Insolvenz angemeldet und strebt eine Neustrukturierung nach Kapitel 11 des amerikanischen Insolvenzrechts an. Der Wandel soll bereits im kommenden Jahr abgeschlossen sein. Das Verfahren ermögliche es Kodak, in den USA und außerhalb liquide zu bleiben, hieß es.

Nach dem Insolvenzverfahren will Kodak wieder profitabel und zukunftsfähig aufgestellt sein. (Bild: Screenshot)
Nach dem Insolvenzverfahren will Kodak wieder profitabel und zukunftsfähig aufgestellt sein. (Bild: Screenshot)
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Der Schritt war keine Überraschung. Das Traditionsunternehmen hatte sehr mit dem Wechsel zur digitalen Fotografie zu kämpfen. Durch das Insolvenzverfahren soll Kodak wieder in die Lage versetzt werden, sich auf die wertvollsten Unternehmensbereiche zu konzentrieren, wie das Unternehmen mitteilte. Geistiges Eigentum soll verkauft sowie rechtliche Verbindlichkeiten geklärt werden. Zuletzt hatte Kodak Patentklagen gegen Apple, HTC und Samsung eingereicht.

Angestellte sollen weiter bezahlt werden

Kodak erklärte, dass ein Verfahren nach Kapitel 11 des amerikanischen Insolvenzrechts ein Mechanismus sei, der auf Erhalt und Neustrukturierung eines weiter agierenden Unternehmens abziele. Der Prozess erlaube es Kodak, das normale Geschäft fortzuführen, während das Ziel umgesetzt werde, ein profitables und zukunftsfähiges Unternehmens zu schaffen. Das Unternehmen will die Neustrukturierung bereits im kommenden Jahr abgeschlossen haben.

Niederlassungen außerhalb der USA seien nicht Teil des Verfahrens und sollen wie bisher weiterarbeiten. Auch Kodak und seine amerikanischen Tochterfirmen beabsichtigen, das normale Geschäft aufrecht zu erhalten. Das Unternehmen habe einen Kredit von 950 Millionen Dollar erhalten. Kundenprogramme sollen fortgesetzt werden, Mitarbeiter weiter ihr reguläres Gehalt erhalten. Auch Verpflichtungen gegenüber Zulieferern will Kodak nachkommen.

Bereits 47.000 Mitarbeiter entlassen

"Kodak hat einen wichtigen Schritt gemacht, um den Wandel unseres Unternehmens zu vervollständigen", sagte Kodak-CEO Antonio Perez. Der Fokus liege im digitalen Geschäft, während gleichzeitig traditionelle Bereiche aufgegeben wurden. Bislang seien 13 Fabriken und 130 Labore geschlossen worden. Seit 2003 sei die Zahl der Angestellten um 47.000 Personen reduziert worden. 

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