Kostenloser Schutz gegen Malware jeglicher Art
Gut geschützt: Malwarebytes erkennt schädliche Programme
Malwarebytes Anti-Malware ist eine Software, die Schadprogramme jeglicher Art erkennen kann und den Nutzer so zum Beispiel vor dem jüngst bekanntgewordenen DNS-Changer schützt. Da sich der Hersteller nicht auf Viren und andere tagesaktuelle Bedrohungen konzentriert, erreicht die Software eine sehr gute Erkennungsleistung insbesondere bei Rootkits.

Inhaltsverzeichnis
- 1Preis und Version
- 2Sichere Installation
- 3Heuristik und Suche
- 4Fazit
Unter dem Begriff Malware werden alle Programme zusammengefasst, die einem System Schaden zufügen können und keinen sinnvollen Zweck haben. In Abgrenzung zum klassischen Virus gehören zum Bereich "Malware" insbesondere Trojaner und Rootkits, die etwa die Online-Banking-Daten des Nutzers ausspionieren oder seinen Computer mit einem Botnetz verbinden.
Preis und Version
Der Software-Hersteller Malwarebytes hat es sich zum Ziel gesetzt, genau solche Schadprogramme aufzuspüren - und zwar ohne einen großen Virenscanner zu bauen. Durch die Spezialisierung auf den Bereich Malware gelten die beiden Produkte Anti-Malware Free und Pro seit Jahren als Geheimtipp unter IT-Experten, da sie schnell und einfach weit verbreitete Software zum Beispiel auch den DNS-Changer erkennen. Neben der kostenlosen Fassung, die für die meisten Anwender ausreichend sein dürfte, bietet Malwarebytes noch eine Premium-Version seiner Anwendung für 22,95 Euro an.
Sichere Installation
Malwarebytes Anti-Malware liegt aktuell in der Version 1.60 vor, die Ende Dezember 2011 erschienen ist und auf Windows XP, Vista und dem aktuellen Windows 7 läuft - jeweils in der 32- als auch in der 64-Bit-Version. Auch das angestaubte Windows 2000 wird noch unterstützt, auch wenn Malwarebytes den Benutzern hier dringend ein Update empfiehlt - schließlich werden selbst gravierende Sicherheitslücken nicht einmal mehr durch Microsoft geschlossen.
Die Installation von Malwarebytes Anti-Malware bedarf keiner besonderen Erklärung, einen Punkt gilt es aber zu beachten: Im letzten Schritt sollten Nutzer unbedingt die Definitionsdateien des Programms über das Internet aktualisieren, damit es wirklich alle auf dem System vorhandenen Schadprogramme zuverlässig erkennen kann, auch wenn diese erst nach Veröffentlichung von Malwarebytes Anti-Malware 1.60 in freier Wildbahn gesichtet wurden.

Heuristik und Suche
Leider verfügt nur die Pro-Version der Anwendung über eine Heuristik, die auch ohne Aktualisierung der Definitionsdateien unbekannte Malware erkennen kann. Beim ersten Start der Software sollten Nutzer unbedingt das Angebot ablehnen, eine "Testphase" der Pro-Version zu beginnen - ansonsten wandelt sich die kostenfreie Variante nämlich in ein Shareware-Programm um.
Ist dieser Punkt für die meisten Nutzer etwas verwirrend, haben sich die Entwickler bei der Gliederung der Oberfläche große Mühe gegeben: Alle Funktionen des Programms sind über die Reiter Suchlauf, Schutz, Aktualisierung, Quarantäne und Co. schnell und ohne Suche erreichbar. Apropos Suche: Es genügt, im ersten Reiter einen sogenannten Quick-Scan auszuführen, um die meisten Schädlinge zu identifizieren. Sollen alle Laufwerke detailliert auf Malware untersucht werden, kann der Nutzer auch einen "vollständigen Suchlauf" durchführen - dieser dauert allerdings deutlich länger.

Fazit
Malwarebytes Anti-Virus ist eine ideale Ergänzung zum klassischen Virenscanner und gehört auf jeden Windows-PC. Da sich der Hersteller auf extrem gefährliche Malware wie Rootkits spezialisiert hat und sich nur sekundär um tagesaktuelle Viren kümmert, ist das Programm allerdings kein Ersatz für ein klassisches Sicherheitspaket wie Norton oder BullGuard Internet Security.
Übrigens: Im März 2011 war Malwarebytes Anti-Malware Free Freeware der Woche bei netzwelt.
