Hohe Betriebskosten

Musikstreaming: Grooveshark zieht sich aus Deutschland zurück (Update)

Grooveshark ist hierzulande nicht mehr zu erreichen. Als Grund gibt der umstrittene Dienst hohe Betriebskosten an. Die Schuld schiebt der Anbieter indirekt der GEMA zu. Update: Stellungnahme der GEMA.

Offline: Die Grooveshark-Seite ist von Deutschland aus nicht mehr zu erreichen. (Bild: Screenshot)
Offline: Die Grooveshark-Seite ist von Deutschland aus nicht mehr zu erreichen. (Bild: Screenshot)

Wer den kostenlosen Musikstreaming-Service versucht zu erreichen, landet derzeit nur auf einer leeren Seite. "Aufgrund unverhältnismäßig hoher Betriebskosten stellt Grooveshark den Zugriff aus Deutschland ein", heißt es dort. Der Service ist für deutsche Nutzer also abgeschaltet.

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Den schwarzen Peter schiebt Grooveshark indirekt der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) zu. "Wenn Sie die Betriebskosten für Anbieter wie Grooveshark herabsetzen wollen, können Sie eine höfliche Nachricht an die GEMA schicken", heißt es auf der Seite des Dienstes.   

Major Labels klagen gegen Grooveshark

Vermutet werden darf, dass die Gründe für das Abschalten in der unklaren Lizenzierungslage für Grooveshark-Musik liegen. Denn die Datenbank des Anbieters setzt sich wie Youtube aus Inhalten zusammen, die von anderen Nutzern hochgeladen werden. Ein deutscher Ansprechpartner des Streaming-Dienstes, der genauere Auskünfte zu den Gründen für das Abschalten der deutschen Seite geben könnte, war bisher nicht zu erreichen. Eine Anfrage von netzwelt bei der GEMA zu den Hintergünden läuft.

Grooveshark hatte sich schon in der Vergangenheit Probleme mit der Musikindustrie eingehandelt. Dabei ging es ebenfalls um Lizenzfragen. Die EMI etwa wollte 2010 gerichtlich gegen den Dienst vorgehen, schloss dann aber einen Vertrag über die Nutzung von Musik der von der EMI vertretenen Künstler ab. Zuletzt verklagte die Plattenfirma Grooveshark und warf dem Dienst vor, die vereinbarten Lizenzsummen nicht gezahlt zu haben.

Bereits im November und Dezember vergangenen Jahres strengten die anderen großen Major Labels, Universal Music, Sony Music und Warner Music, eine Klage gegen Grooveshark wegen Urheberrechtsverletzungen an. Universal Music warf dem Dienst vor, nicht lizenzierte Musikstücke durch Mitarbeiter auf die Plattform geladen zu haben.

Update 18. Januar: Stellungnahme der GEMA

Die GEMA hat sich zur Schließung von Grooveshark in Deutschland zu Wort gemeldet. Die Verwertungsgesellschaft urteilt, dass der Dienst nicht wegen unverhältnismäßig hoher Betriebskosten eingestellt worden sei, wie Grooveshark selbst behauptet. Der Musikstreaming-Anbieter weigere sich vielmehr "...grundsätzlich, den von ihm betriebenen Dienst überhaupt in irgendeiner Form zu vergüten", heißt es in der Mitteilung, die die GEMA auf ihrer Webseite und in ihrem Blog veröffentlichte.

Weiter schreibt die GEMA: "Anlass der Schließung  des Dienstes in Deutschland ist damit nicht, wie durch den Infotext auf der Website von Grooveshark fälschlicher Weise suggeriert wird, eine Uneinigkeit über die Vergütungshöhe, sondern die generelle Tatsache, dass Grooveshark Urheber und andere Rechteinhaber an seinen Umsätzen beteiligen muss." 

Parallel zum Ende von Grooveshark in Deutschland ist der hinter dem Dienst stehende US-Anbieter Escape Media Group eine Kooperation mit dem Musikstreaming-Service Simfy eingegangen." Ziel der Vereinbarung ist es, deutschen Musikfans weiterhin den Zugriff per Stream auf ihre Lieblingssongs und -Künstler zu ermöglichen.", heißt es in einer Mitteilung von Simfy zur Zusammenarbeit der beiden Dienste.

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Beiträgeinsgesamt 8 Beiträge

Oder einfach Firefox Addon von viewtubes installieren und gut ist.

Oder alternativ ein anderes Angebot nutzen: Simfy: www.netzwelt.de/news/88475-simfy-4-99-euro-pro-monat-13-millionen-songs-werbefrei-anhoeren.html Radio.fx:...

Firefox Addon Anonymox installieren, US Server auswählen, weiter Musik hören!

Grooveshark ist nicht geschlossen worden - von staatlicher Seite oder auf richterliche Verfügung - sondern hat seinen Dienst eingestellt. Dieser war zudem nicht illegal. Als Nutzer hat man in dieser Hinsicht nichts...

Tchija wirklich sehr schade das Grooveshark nicht mehr offiziel zu erreichen ist. Die Frage die sich mir jetzt stellt, ob es irgendwelche Konsequenzen für die User geben wird.

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