Wikipedia, Google, Mozilla, Wordpress, Minecraft

"Blackout Day": Diverse Webseiten beteiligen sich am SOPA-Protest (Update)

Die englischsprachige Wikipedia hat ihre Drohung wahr gemacht und ist aktuell weltweit nicht zu erreichen. Auf der deutschen Ausgabe der Online-Enzyklopädie wird mit einem Informationsbanner auf den Protest der US-amerikanischen Seite hingewiesen. Dem Protest haben sich inzwischen viele andere Internetgrößen wie Google und Mozilla angeschlossen. SOPA-Berfürworter ächten das Verhalten der Streikenden. Update: Wikipedia betrachtet Blackout als vollen Erfolg und kündigt weitere Aktionen an.

Zahlreiche Webseiten weisen heute auf die Debatten um SOPA hin. (Bild: Screenshot/Minecraft)
Zahlreiche Webseiten weisen heute auf die Debatten um SOPA hin. (Bild: Screenshot/Minecraft)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Das Internet streikt
  2. 2MPAA: Nutzer als Geiseln
  3. 3Update vom 19. Januar: Wikipedia betrachtet Blackout als erfolgreich
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Das Update vom 19. Januar finden Sie am Ende des Artikels.

Der Protest gegen den Stop Online Piracy Act (SOPA) und den Protect Intellectual Property Act (PIPA) erreicht aktuell seinen vorläufigen Höhepunkt. Die englischsprachige Wikipedia ist derzeit offline und leitet Besucher der Online-Enzyklopädie auf eine Protestseite um. Auch Suchmaschinenriese Google beteiligt sich an dem Streik.

So ist auf der US-amerikanischen Startseite unter dem Suchfeld zu lesen: "Tell Congress: Please don't censor the web!". Auch das Mozilla Projekt kündigte inzwischen an, heute ab acht Uhr morgens Ostküstenzeit (14 Uhr deutscher Zeit) die Firefox-Startseite schwarz zu färben und auf die Protestaktion gegen SOPA und PIPA hinzuweisen.

Das Internet streikt

Auch der Bloganbieter Wordpress färbt seine Startseite schwarz und fordert Besucher wie Blogger dazu auf, sich an dem Internetprotest zu beteiligen. Dies ist möglich, indem Nutzer US-amerikanische Abgeordnete anrufen, ihnen eine E-Mail schreiben oder sich an einer Petition gegen die derzeit debattierten Gesetzesentwürfe beteiligen. Nur so könne der Protest einschlägigen Erfolg haben.

Selbst Mojang, das Entwicklerteam hinter dem Online-Sandkastenspiel Minecraft, beteiligt sich an dem Protest. Genau wie die englischsprachige Wikipedia ist die entsprechende Webseite heute, 18. Januar, nicht zu erreichen.

MPAA: Nutzer als Geiseln

Derweil hat die Motion Picture Association of America (MPAA) sich auf ihrer Webseite negativ über den Internetprotest geäußert. Die Streikenden bestraften ihre Nutzer und nähmen diese als Geiseln, anstatt sich an den Verhandlungstisch mit den Abgeordneten zu setzen, die lediglich Kriminelle bestrafen und amerikanische Jobs verteidigen wollten.  

Update vom 19. Januar: Wikipedia betrachtet Blackout als erfolgreich

Die englischsprachige Wikipedia ist wieder online und bedankt sich bei allen Streikteilnehmern. Den Angaben der Online-Enzyklopädie zufolge haben 162 Millionen Menschen die schwarze Protestseite auf der Webseite gesehen.

Viele Besucher hätten zudem die Chance ergriffen und versucht, Kontakt mit US-amerikanischen Politikern aufzunehmen. Zeitweise habe die Anfrageflut sogar die Server des US-Kongresses lahmgelegt. Darüber hinaus seien die Sozialen Netzwerke voll mit Diskussionen über den "Blackout Day" gewesen. Wikipedia verspricht mit der Ankündung "We're not done yet", dass weitere Aktionen dieser Art folgen werden.

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