Einfaches Erstellen eines neuen E-Mail-Postfachs

E-Mail: Thunderbird 10 integriert Hover, AOL und OpenSearch

Nachdem Mozilla einige Experimente mit Thunderbird durchgeführt hat, wird die Software heute absolut gleichberechtigt neben dem beliebten Browser Firefox entwickelt. Die nächste Version 10, die netzwelt in der Beta-Fassung getestet hat, bringt deutlich mehr Komfort und eine neue Such-Schnittstelle.

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Mozilla Thunderbird 10 bietet an, ein E-Mail-Konto direkt beim ersten Start zu erstellen. (Bild: Screenshot)
Mozilla Thunderbird 10 bietet an, ein E-Mail-Konto direkt beim ersten Start zu erstellen. (Bild: Screenshot)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Neues Konto
  2. 2OpenSearch
  3. 3Fazit
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Microsoft Outlook gilt immer noch als Referenz unter den E-Mail- und PIM-Anwendungen. Mittlerweile hat die Open-Source-Community aber eine ganze Reihe von Programmen entwickelt, die es mit dem Platzhirschen aufnehmen können - allen voran Mozilla Thunderbird, wenn es nur um E-Mail geht.

Neues Konto

Das altbekannte Microsoft Outlook Express beziehungsweise Windows Live Mail wurde gerade deshalb von Heimanwendern gerne genutzt, weil sie sich unkompliziert im Begrüßgungsdialog der Software ein neues E-Mail-Postfach anlegen konnten. Die Wahl des richtigen E-Mail-Providers stellt gerade für eher unbedarfte Anwender ein große Hürde dar, die nun auch Thunderbird nehmen will: Die Version 10 erhält eine Funktion, um direkt aus dem Einrichtungsassistenten heraus ein neues Postfach zu erstellen. Im Moment bietet Thunderbird 10 Beta 3 aber leider nur die beiden US-Firmen AOL und Hover an.

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Es ist geplant, die Auswahl an E-Mail-Providern bis zur offiziellen Freigabe von Thunderbird 10 noch erheblich auszubauen. Ob auch deutsche Anbieter wie Web.de oder GMX rechtzeitig mitziehen, ist derzeit aber noch nicht klar. Dafür ist die Anmeldung bei einem E-Mail-Anbieter recht einfach: Nach Auswahl des gewünschten Anbieters öffnet Thunderbird die Registrierung direkt in einem Tab.

Das OpenSearch-Plugin ist ab Version 10 direkt in Thunderbird enthalten. (Bild: Screenshot)
Das OpenSearch-Plug-in ist ab Version 10 direkt in Thunderbird enthalten. (Bild: Screenshot)

OpenSearch

Ferner ist geplant, dass der E-Mail-Provider auch gleich als Such-Anbieter eingerichtet werden kann, der statt Google standardmäßig für die Websuche in Thunderbird 10 zuständig ist. Apropos Suche: Hier haben die Entwickler sehr viel Hirnschmalz investiert und das OpenSearch-Plug-in direkt in die neue Version eingebaut, sodass es jedem Benutzer ab Werk zur Verfügung steht. OpenSearch ermöglicht es, einen beliebigen Begriff in einer E-Mail zu markieren und anschließend eine neue Suchanfrage an Google, eBay, Yahoo, Bing und andere Suchmaschinen zu stellen. Ihre Ergebnisse werden direkt in einem neuen Tab dargestellt, sodass nicht einmal ein separater Browser geöffnet werden muss.

Mozilla Thunderbird 10 basiert auf der Rendering-Engine von Firefox 10, sodass Webseiten absolut identisch dargestellt werden. Selbst mit modernen Webseiten in HTML5 oder CSS 3 und WebGL-Grafiken sollte das E-Mail-Programm also kein Problem haben.

Fazit

Mozilla Thunderbird 10 macht mit der Integration kostenloser (und kostenpflichtiger) E-Mail-Anbieter einen wichtigen Schritt auf die Nutzer zu, die sich ohne Umwege ein neues E-Mail-Postfach einrichten möchten. Eine Übersicht der besten Freemail-Plattformen gibt es auch hier auf netzwelt.

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