Innovationen aus Las Vegas

Die Zukunft des Autos: Augmented Reality auf der CES

Auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas (CES) zeigten Mercedes und Pioneer ihre automobilen Zukunftsvisionen. Dabei präsentierten sie Augmented Reality-Systeme, die die Windschutzscheibe des Autos in Displays verwandeln. Einige Entwicklungen sind bereits marktreif.

Augmented Reality im Auto. Pioneer präsentierte auf der CES ein AR-Navi. (Bild: netzwelt)
Augmented Reality im Auto. Pioneer präsentierte auf der CES ein AR-Navi. (Bild: netzwelt)
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Autohersteller Mercedes erhofft sich, mit der "Dynamic and Intuitive Control Experience", kurz DICE, künftig Maßstäbe setzen zu können. Bei dieser Technik wird die gesamte Windschutzscheibe des Autos zu einem Head-up-Display und das Amaturenbrett zu einem Displayband. Auf diese Weise werden zahlreiche Informationen während der Fahrt angezeigt. So ist es dem Autohersteller zufolge möglich, an einem Club vorbeizufahren und sich den Livestream der aktuellen Musik in den Wagen zu holen.

DICE von Mercedes

Auf ähnliche Weise werden auch Statusmeldungen von Facebook-Freunden erhalten, wenn diese sich zufällig in der Nähe des eigenen Fahrtweges aufhalten. Zusätzlich soll das fertige System bei der Parkplatzsuche und beim Vermeiden von Gefahrensituationen helfen. Die Interaktion mit dem Bildschirm wird dem Fahrer dabei über Gesten ermöglicht. Noch ist die innovative Technik von Mercedes jedoch Zukunftsmusik und funktionierte auf der CES in Las Vegas noch nicht flüssig.

Um einiges marktreifer präsentierte sich hingegen das Head-up Display von Pioneer. Das japanische Eletronikunternehmen stellte sein Augmented Reality-Navigationsgerät bereits auf der CEATEC in Japan vor. Informationen für die Navigation erhält das Gerät vom Smartphone des Nutzers, das sich via Anwendung mit dem Display verbinden kann. Auf diese Weise projizieren die im Display integrierten RGB-Laser die Anzeige auf die Windschutzscheibe.

Pioneer AR-Navi

Im Vergleich zur neuen Mercedes-Technologie fällt das Display in der Windschutzscheibe bei Pioneer sehr klein aus, steht dafür jedoch schon kurz vor der Veröffentlichung. Bereits in diesem Jahr wird die Technologie in japanischen Autos zu finden sein und - wie der Hersteller gegenüber netzwelt auf der Elektronikmesse in Las Vegas bestätigte - 2013 auch in Europa.

Mercedes DICE auf der CES. (Video: Autoblog via YouTube)

Generell gehören Smartphones künftig zum Autofahren dazu, wie einige Präsentationen auf der CES veranschaulichten. Zahlreiche Apps wurden angeboten, die den Fahrer darüber informieren, wie sicher er fährt, oder im Stile von Groupon Deals der Umgebung in Echtzeit anzeigen. Dabei sei CNN zufolge den Entwicklern besonders wichtig, die Nutzer nicht zu sehr vom Autofahren abzulenken. Die meisten setzen daher auf einfache Benutzeroberflächen und Sprachsteuerung. Mehr CES-Neuheiten finden Sie hier auf netzwelt.

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