Liste der Zulieferer veröffentlicht
Bessere Arbeitsbedingungen: Apple tritt Fair Labor Association bei
Als erster Technikkonzern ist Apple der Fair Labor Association (FLA) beigetreten. Diese war 1999 von Bill Clinton gegründet worden, um für bessere Arbeitsbedingungen bei der Textilproduktion zu sorgen. Ab sofort soll die FLA die Zulieferer des Handy- und Computerherstellers bewerten und detaillierte Ergebnisse auf der FLA-Webseite veröffentlichen. In der Vergangenheit hatten die Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferer Foxconn wiederholt für Aufsehen gesorgt.
Mit der Mitgliedschaft stimmt Apple zu, die Vorgaben der FLA auch in der Zuliefererkette umzusetzen. "Wir denken, dass Apple die Verantwortung für seine Zulieferer ernst nimmt und wir freuen uns über ihre Mitgliedschaft", sagte FLA-Präsident und CEO, Auret van Heerden. Er hofft, dass das Engagement ein neuer Standard in der Elektronikindustrie werde.
Apple verspricht mehr Transparenz
"Wir sind extrem stolz, dass wir das erste Technologieunternehmen sind, das von der FLA aufgenommen wurde", sagte Jeff Williams, Senior Vice President of Operations bei Apple. Im vergangenen Jahr seien mehr als 200 Untersuchungen bei Zulieferern durchgeführt worden. Mit der Expertise der FLA sollen die Arbeitsbedingungen weiter verbessert sowie mehr Transparenz geschaffen werden.
In dem Bericht "Apple Supplier Responsibility" kann Apple bereits Forschritte im Zuliefererbereich vorweisen. Im vergangenen Jahr seien 228 Kontrollen durchgeführt worden, 102 mehr als im Vorjahr. Dabei wurde unter anderem darauf geachtet, dass Mitarbeiter nicht zu lange arbeiten sowie rechtzeitig bezahlt werden. In fünf Fabriken wurden indes minderjährige Arbeiter entdeckt. Apple betonte dabei, dass die Kinderarbeit nicht absichtlich erfolgte, sondern die Ursache bei unzureichenden Kontrollen liege. Die Zulieferer wurden angehalten, die Kinder zurück zur Schule zu schicken.
Liste der Zulieferer veröffentlicht
In 93 Werken wurde festgestellt, dass mehr als die Hälfte der Belegschaft mehr als die vorgeschriebenen 60 Maximalstunden pro Woche arbeitete. Dies geschah in mindestens einem von zwölf Tests. In solchen Fällen führt Apple nun wöchentliche Kontrollen durch und verlangt von den Unternehmen Besserung.
Darüber hinaus veröffentlichte Apple erstmals eine Liste seiner Zulieferer, darunter ist zum Beispiel auch das deutsche Unternehmen Infineon Technologies AG. Die aufgelisteten 156 Unternehmen machten 97 Prozent der Ausgaben für Materialien aus.
Auf der Liste steht auch Hon Hai Precision Industry Co, das unter dem Namen Foxconn international für Aufsehen sorgte. Dort hatten mehrere Mitarbeiter Selbstmord begangen. Zuletzt war berichtet worden, das das Unternehmen plant, einen Teil der Belegschaft durch Roboter zu ersetzen.


Apple sorgte diese Woche für Schlagzeilen: Rekordquartalszahlen und 100 Milliarden Dollar an Geldreserven wurden von Medienberichten über "miese Arbeitsbedingungen" überschattet. Was meinen Sie, wo sollte Apple sein Geld investieren?
Mitarbeiter sollen befragt und Betriebseinrichtungen untersucht werden. Im Auftrag von Apple führt die Fair Labor Association breit angelegte Kontrollen durch, auch bei dem umstrittenen Zulieferer Foxconn.
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Foxconn verbessert Arbeitsbedingungen: Der chinesische Auftragshersteller (unter anderem für Apple, Samsung, Microsoft, Nokia tätig) hat die Arbeitszeiten seiner Mitarbeiter verkürzt. Bis Sommer 2013 sollen weitere Verbesserungen beim Arbeitsschutz erfolgen.
Das iPhone 5 sorgt für schlechtere Arbeitsbedingungen bei Foxconn. Dies ergibt eine Untersuchung des Economic Policy Institute. Außerdem komme die Fair Labor Association ihrer Aufgabe nicht nach, die Arbeitsbedingungen in den chinesischen Fabriken zu verbessern.




