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Mit Android: Polaroid SC1630 Smart Camera im Kurztest
16 Megapixel und dreifacher optischer Zoom

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Polaroid hat auf der CES in Las Vegas mit der SC1630 Smart Camera eine Android-basierte Kompaktkamera vorgestellt. Sie bietet eine maximale Auflösung von 16 Megapixeln und einen 3-fachen optischen Zoom. So soll sie Kamera-Handys Konkurrenz machen. Ein Veröffentlichungstermin sowie weitere Fragen sind aber noch offen.

Polaroid stellt mit der SC1630 eine der ersten Digitalkameras auf Android-Basis vor.

Auf den ersten Blick wirkt die Polaroid SC1630 Smart Camera wie eine gewöhnliche Kompaktkamera. Erst wenn der Nutzer die Kamera umdreht, sieht er die Innovation: Die Rückseite ziert ein 3,2 Zoll (8,1 Zentimeter) großer Touchscreen. Allein stellt dieser zwar noch keine wirkliche Neuerung dar, aber auf dem Bildschirm befinden sich mehrere Tasten, die der Nutzer von seinem Android-Smartphone kennt: Home, Menü und Zurück.

Android auf der Kamera

"Polaroid wird doch nicht?", werden Sie sich jetzt sicher fragen. Die Antwort lautet: "Doch, Polaroid hat!" - Als Firmware kommt auf der SC1630 Googles Android zum Einsatz, inklusive Zugang zum Android Market. Nach Smartphones, Tablets, Media Playern und Fernsehern schickt sich Googles Handy-OS nun also auch an, die Digitalkamera-Welt zu erobern.

Das Android-System soll dem Nutzer einige Vorteile gegenüber einer proprietären Software bringen, etwa das komfortable direkte Bearbeiten der Bilder auf der Kamera. Polaroid stellt hierfür eine App zur Verfügung. Sie erlaubt unter anderem Farbkorrekturen oder das Entfernen roter Augen. Dank Market-Zugang kann der Nutzer aber auch auf weitere umfangreichere Bildearbeitungs-Applikationen zurückgreifen.

Sortieren, teilen und telefonieren?

Weitere Vorteile der Smart Camera: Die App Smart Album sortiert alle Bilder auf Wunsch nach Ort, Personen und Uhrzeit und dank vorinstallierter Facebook- und Twitter-Apps kann der Nutzer Fotos direkt im Internet veröffentlichen. Ins Netz geht die SC1630 via WLAN oder über das Mobilfunknetz. Ob der Nutzer auch mit der Smart Camera telefonieren kann oder die 3G-Verbindung nur zur mobilen Datenübertragung gedacht ist, blieb bei der Vorstellung unklar.

  • Die Polaroid SC1630 lief auf der CES mit einer nicht näher spezifizierten Android-Version. (Bild: netzwelt)
  • Die Kamera nimmt Bilder mit maximal 16-Megapixeln auf. (Bild: netzwelt)
  • Dem Nutzer steht zudem ein dreifacher optischer Zoom zur Verfügung. (Bild: netzwelt)
  • Der Zoom wird via Drehrad gesteuert. (Bild: netzwelt)

Ein Telefon-Dialer fehlte jedenfalls auf den CES-Vorführmodellen. Die hier installierte Software war allerdings noch weit vom finalen Status entfernt. Mit welcher Android-Version die endgültigen SC1630-Modelle laufen werden, ist daher ebenfalls noch offen. Die Android-Versionsnummer der Vorführmodelle lautete "2.x.x".

Spezifikationen weitesgehend geheim

Doch nicht nur die Software ist noch nicht ausgereift. Zu den Hardware-Spezifikationen gibt es ebensowenig Informationen. Abgesehen von Details zur Displaygröße und zum Speicher, der sich um bis zu 32 Gigabyte erweitern lässt, verrät Polaroid fast nichts. So fehlen in der Pressemitteilung beispielsweise Angaben zum verwendeten Prozessor, zum Arbeits- und internen Speicher oder auch zur Akku-Kapazität. Der Akku soll aber mit einer vollen Ladung mindestens einen Tag durchhalten, verspricht Polaroid.

Genauer wird der Hersteller dagegen bei der verbauten Kamera. Sie bietet eine maximale Auflösung von 16 Megapixeln, einen CCD-Bildsensor und einen dreifachen optischen Zoom. Dem Nutzer stehen dadurch Brennweiten zwischen 36 und 108 Millimetern zur Verfügung. Bedient wird der Zoom über ein Drehrad, das im Kurztest aber nur langsam und unpräzise reagierte. Videos soll die Kamera in HD-Auflösung aufnehmen.

Preis und Erscheinungsdatum

Bis zum Marktstart hat Polaroid also noch einiges zu tun. Wann und wo die SC1630 erscheint, steht dabei noch nicht genau fest. "Noch in diesem Jahr" heißt es zum Thema Verkaufsstart bei Polaroid. Eine unverbindliche Preisempfehlung gibt es auch noch nicht. Gerüchten zufoleg soll die Polaroid SC1630 aber rund 299 US-Dollar (circa 236 Euro) kosten.

Fazit

Die Idee, Kompaktkamera und Smartphone zu verschmelzen, ist an und für sich gut. Ob die Polaroid SC1630 aber beiden Geräteklassen gerecht wird, bleibt abzuwarten.

Kommentare zu diesem Artikel

Der Kamerahersteller Polaroid springt auf den Android-Zug auf. Die Smart Camera Polaroid SC1630 soll dank Android-System unter anderem schnelle und einfache Bildbearbeitung direkt auf der Kamera ermöglichen.

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Mit Android: Polaroid SC1630 Smart Camera im Kurztest
Mit Android: Polaroid SC1630 Smart Camera im Kurztest
Der Kamerahersteller Polaroid springt auf den Android-Zug auf. Die Smart Camera Polaroid SC1630 soll dank Android-System unter anderem schnelle und einfache Bildbearbeitung direkt auf der Kamera ermöglichen..
http://www.netzwelt.de/news/90303-android-polaroid-sc1630-smart-camera-kurztest.html
2012-01-16 15:10:25
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Mit Android: Polaroid SC1630 Smart Camera im Kurztest