Der Mann in der Arbeitswelt
Verkehrte Netzwelt: Jagdszenen aus Düsseldorf
Vergangene Woche hatte die Verkehrte Netzwelt den Einzug der Frauen in die Welt der Hightech-Branche gefeiert. Nun untersucht die Redaktion die Ursachen für die fatale, Jahrtausende alte Vorherrschaft des Mannes in der Arbeitswelt. Die Spuren reichen zurück bis zu den Neandertalern.
Inhaltsverzeichnis
- 1Lisa kocht und sammelt Kräuter
- 2Lisa jagt Antilopen
- 3Fabian auf der Jagd
- 4Fabian und seine Kumpels auf der Jagd
- 5Aus Hütten werden Wolkenkratzer
- 6Hightech wendet das Blatt
Wir betrachten ein Bild vollkommenen Glücks. Uns gegenüber in der Stadtbahn sitzt ein junger Mann. Gut aussehend, groß und schlank, modisch und doch dezent gekleidet, feine Gesichtszüge. In den Händen hält er einen Tablet-PC, ein iPad 2 von Apple mit 64 Gigabyte. Er kann es sich leisten, denn er hat eine gute Arbeit. Wir gleiten durch Düsseldorf, der Hauptstadt der eleganten Welt. Hier haben E-Plus und Vodafone ihr glorreiches Hauptquartier. Hier befinden sich die Kling-Klang-Studios von Kraftwerk, den musikalischen Propheten des Computerzeitalters. Düsseldorf strahlt.
Der junge Mann in der Stadtbahn arbeitet mit seinem iPad und lässt mit spielerischen Tipp- und Wischbewegungen einen Online-Artikel erscheinen, den er sogleich mit kluger Miene studiert, während ihm eine schwarze Locke anmutig ins Gesicht fällt. So versunken er in seine elektronische Lektüre ist, so würde er doch augenblicklich aufspringen und seinen Sitzplatz anbieten, wenn etwa eine alte Dame am Stock sich näherte. Zu Hause, in seiner ebenso geschmackvoll wie modern im japanischen Stil eingerichteten Wohnung, trifft er seine wunderschöne junge Frau. Nennen wir sie der Einfachheit halber Lisa und nennen wir ihn Fabian. Lisa ist als Cross-Media-Expertin bei einer PR-Agentur tätig und trägt so einen sehr ansehnlichen Teil zum Einkommen der jungen Familie bei, zu der auch zwei reizende Kinder gehören.
Das also ist Fabian. Ein Bild des vollkommenen Glücks, eine herrliche Inkarnation des modernen Homo Lifestyle.
Bleiben wir noch einen Moment in Düsseldorf, doch drehen wir das Schwungrad der Zeit in schnellen Umdrehungen zurück, etwa 50.000 Jahre. Genau hier, wo gerade die Stadtbahn vorbeifährt, haben vor 50.000 Jahren Neandertaler gelebt, die Vorfahren von Fabian und Lisa, wenn auch nur als Nebenlinie. Der prähistorische Fabian war von kleiner, gedrungener Gestalt, aber fast so stark wie ein junger Gorilla und am ganzen Körper behaart. Er war kein schöner Mann. Gerade sehen wir, wie Fabian mit einem dicken Holzknüppel den Anführer einer verfeindeten Gruppe von der Wasserstelle vertreibt und ihn dann brutal niederschlägt. Dann schleudert er den Knüppel mit einem triumphalen Schrei in den Himmel. Gut gemacht - aber das ist auch das einzige, was er gut kann.


Netzwelt beklagt einen herben Verlust. Den Verlust des Mannes. Die Technik, eigentlich das Reich des Mannes, hat ihn zerstört. Heute gibt es keine echten Kerle mehr, sondern nur noch Touchscreen-Süchtlinge. Eine bittere Bestandsaufnahme aus der netzwelt-Redaktion.
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Warum ist der technische Fortschritt so langsam? Wo doch die Gedanken so schnell sind. Dabei wäre vor 40.000 Jahren fast schon einmal ein MP3-Player erfunden worden. Netzwelt hat nachgesehen, was damals los war.





Beiträge
insgesamt 3 BeiträgeWir sollten uns vielleicht angewöhnen im ersten Absatz das Prinzip der "Verkehrten Netzwelt" zu erklären ;) In dem Zusammenhang: Die Verkehrte Netzwelt ist als Glosse gemeint. Inhalte sind meist überspitzt...
Die Geschichte scheint nicht Ihr Lieblingsfach zu sein oder? Anders ist es nicht zu erklären solch feministischen Schmarrn zu verbreiten. Mein Tipp: Sie sind eine Frau. Wie kommen Sie auf die Idee das eine Frau...
Nach neuen Erkenntnissen auf Grund von DNA spuren gibt es Hinweise auf Vermischung des Neandertalers mit Cro-Magnon-Menschen - somit ist der Ausdruck "ausgestorben" nicht mehr zutreffend.