33.000 Internetnutzer täglich betroffen
DNS-Changer: Elf Millionen machen BSI-Test
Knapp elf Millionen Internetnutzer sind dem Aufruf des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik bislang gefolgt und testeten ihren Computer auf die gefährliche Schadsoftware "DNS-Changer". Nach Angaben der Telekom konnte ein Großteil erleichtert aufatmen. Betroffenen wird allerdings dringend geraten, ihren Rechner zu säubern.

Am Freitag, 11.00 Uhr, hatten fast elf Millionen Menschen den schnellen Test auf der Seite des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gemacht, wie eine Telekom-Sprecherin auf Anfrage von netzwelt sagte. Dabei hatte das BSI erst vor zwei Tagen seinen Aufruf veröffentlicht.
38.000 Mal rote Warnseite aufgerufen
Dabei sei 38.000 Mal die rote Warnseite aufgerufen worden, wie die Sprecherin weiter mitteilte. Allerdings lasse sich daraus nicht direkt ableiten, dass ebenso viele Internetnutzer mit der Schadsoftware infiziert seien, da einige Medien zu Demonstrationszwecken direkt auf die rote Seite verlinkt hatten. Betroffenen riet sie dringend, ihren Rechner zu säubern.
Hintergrund für die Warnung des BSI ist ein Angriff von Internetkriminellen, die Netzwerkkonfigurationen von PC- und Mac-Systemen mit der Schadsoftware "DNS-Changer" manipulierten. Dem BSI zufolge werden in Deutschland täglich 33.000 Computer mit dem Virus infiziert. Betroffene Rechner können ohne die empfohlenen Änderungen der Einstellungen ab dem 8. März nicht mehr das Internet nutzten, heißt es beim BSI.
Zweifel am Test
Auf der Seite des BSI können Internetnutzer testen, ob sie auch betroffen sind. Zudem erhalten Sie Informationen, wie sie die Schadsoftware entfernen können. Bei Twitter befürchteten indes einige Nutzer, dass über die Seite des BSI womöglich der Bundestrojaner verbreitet werde. "Und was fange ich mir auf der Website von Telekom und BSI ein?", twitterte ein Nutzer. Diese Befürchtungen wies ein Sprecher des BSI gegenüber Focus Online zurück.
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