Ein Bit auf 12 Atomen
Hamburg: Forscher entwickeln kleinsten magnetischen Datenspeicher
Hamburger Forscher haben den kleinsten magnetischen Datenspeicher der Welt konstruiert. Gerade einmal zwölf Atome benötigten die Wissenschaftler, um ein Bit zu speichern. Ein Byte quetschten sie auf 96 Atome. Damit wurde eine 100 Mal höhere Speicherdichte als auf einer modernen Festplatte erzielt.

Forschern des Hamburger Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) und des Computerkonzerns IBM ist es gelungen, den Speicherplatz von Bits und Bytes enorm zu verkleinern. "Angesichts der Miniaturisierung der Elektronik wollten wir wissen, ob man diese Entwicklung bis an die Grenze einzelner Atome weitertreiben kann", erläuterte CFEL-Forscher Sebastian Loth.
Bei -268 Grad Celsius stabil
Statt jedoch vorhandene Bauelemente immer weiter zu verkleinern, wählte die Gruppe den umgekehrten Ansatz: "Beginnend mit dem Kleinsten, dem Atom, haben wir Datenspeicher Atom für Atom aufgebaut", sagte Andreas Heinrich, Leiter der Forschungsgruppe bei IBM. Dazu sind den Angaben zufolge nur wenige Gruppen auf der Welt fähig.
Für ihren Nanospeicher hatten die Forscher in Kalifornien mit einem sogenannten Rastertunnelmikroskop ein regelmäßiges Muster aus Eisenatomen aufgebaut. Jeweils zwei Ketten aus sechs Atomen speichern dabei ein Bit. Ein Byte (8 Bit) beansprucht 4 mal 16 Nanometer. Besonderheit dabei ist der geringe Abstand von einem Nanometer zwischen den magnetischen Atomen.
Übergang von klassischer zur Quantenphysik
Bis die Neuentdeckung in der Speichertechnologie Verwendung findet, wird es den Angaben zufolge allerdings noch einige Zeit dauern. Die atomaren Magnete sind nämlich nur bei ultrakalten Temperaturen von -268 Grad Celsius stabil. Die Forscher gehen allerdings davon aus, dass eine Ansammlung von maximal 200 Atomen auch bei Raumtemperatur einen stabilen magnetischen Zustand bilden kann.
Mit ihren Experimenten haben die Wissenschaftler ein Testsystem für den Übergang von der klassischen zur Quantenphysik geschaffen: "Wir haben gelernt, die Quanteneffekte durch Form und Größe der Eisenreihen gezielt zu beeinflussen", erklärt Loth, der die Max-Planck-Forschungsgruppe Dynamik nanoelektrischer Systeme am Hamburger CFEL und dem Stuttgarter Max-Planck-Institut für Festkörperforschung leitet.
Das CFEL ist eine Kooperation des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY, der Max-Planck-Gesellschaft und der Universität Hamburg.

Es wird, zwangsläufig, immer kleiner, da es immer billiger werden muss, sonst gibt es keinen "Fortschritt", welch ein Schwachsinn. Früher passte auf eine 5,25Zoll Floppy 360 KB, dann 720KB, dann wurden...
Zitat: .... Ich glaube nicht, daß man solche Grundlagenforschung auf dem Level diskutieren kann. Klugscheißmodus an es heißt Terabyte und hat nichts mit...
1Byte ist 4 nm lang und 16 nm breit. 1Tbyte= 1.000.000.000.000 Byte => 1Tbyte ist somit 4 * 1.000.000.000.000 nm lang 1Nanometer= 10**-9 m => 1TByte ist 4 *...