Energieeffizienz-Konzepte
Herr im Haus: Kontrollsysteme fürs Eigenheim auf der CES
Auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas präsentieren unter anderem Savant, Toshiba und NRG ihre Visionen eines "klugen" Wohnkonzepts, in dem alle elektrischen Geräte von daheim wie unterwegs kontrolliert werden können. "Smart Home"-Lösungen sollen die Konsumenten dazu anregen, energiesparender zu leben.

Grundsätzlich basieren die auf der CES in Las Vegas gezeigten Smart Home-Lösungen alle auf dem gleichen Konzept. Eine Kombination aus zentraler Kontrolleinheit, Software und intelligentem Zähler (Smart Meter), gepaart mit Internet- oder in anderer Weise kommunizierfähigen Geräten wird miteinander verbunden und kann so zentral kontrolliert werden. Die Regulierung erfolgt über mobile Endgeräte.
So kann beispielsweise die "kluge", weil mit einem Kommunikations-Chip ausgestattete, Waschmaschine Stunden bevor der Nutzer nach Hause kommt angeschaltet werden. Ebenso ist es möglich, einen Thermostat in Abwesenheit ausgeschaltet zu lassen, ohne bei Rückkehr ins Haus frieren zu müssen, denn auch die Zimmertemperatur kann aus der Entfernung reguliert werden.
Für mehr Energieeffizienz
Überdies können bei allen Smart Home-Lösungen Timer und Profile angelegt werden, die dafür sorgen, dass sich der Nutzer nicht jeden Tag selbst an das rechtzeitige An- oder Ausstellen der Geräte erinnern muss. Das Kontrollsystem übernimmt dies vollautomatisch. Wenn gewünscht, ist es mithilfe der Smart Meter sogar möglich, dem Stromunternehmen völlig die Kontrolle über den eigenen Verbrauch zu überlassen. Dieses sorgt dann beispielsweise dafür, dass ein bestimmtes Limit nicht überschritten wird und die Stromkosten gering bleiben.
Hersteller wie Toshiba, NRG und Savant, die entsprechende Modellhäuser auf der CES präsentierten, binden dabei mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets in die Steuerung des Hauses ein, ähnlich wie auch schon beim lernenden Thermostat im iPod-Design Nest angewandt.
Smart Home-Lösungen
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Bild vergrößern Smart Meter gehören bei jedem Kontrollsystem dazu. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 9
Bild vergrößern Savant präsentiert ein Smart Home-Modellhaus auf der CES. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 9
Bild vergrößern Savant lässt Nutzer ihr Haus per iPad kontrollieren.(Bild: netzwelt) - Bild 4 von 9
Bild vergrößern Alles auf einen Blick: Mit dem iPad können bei Savant alle elektrischen Geräte des Hauses kontrolliert werden. (Bild: netzwelt) - Bild 5 von 9
Bild vergrößern Die Kommandozentrale bei Savant. (Bild: netzwelt) - Bild 6 von 9
Bild vergrößern Auch NRG präsentiert ein Smart Home-Modellhaus auf der CES. (Bild: netzwelt) - Bild 7 von 9
Bild vergrößern Kluge Haussysteme zeigen den Stromverbrauch in Echtzeit an. (Bild: netzwelt) - Bild 8 von 9
Bild vergrößern Toshiba baut derzeit an kompletten Smart-Communities. (Bild: netzwelt) - Bild 9 von 9
Bild vergrößern Bei Toshiba dreht sich alles um die Life Design Box. (Bild: netzwelt)
Apple-basierte Steuerung
Das Unternehmen Savant setzt in seiner Smart Home-Lösung beispielsweise auf die Kooperation mit Apple. Daher werden iOS-Geräte wie das iPad, iPhone oder der iPod touch zu den zentralen Kontrollelementen des Hauses. Wann die Systeme der unterschiedlichen Hersteller auch hierzulande in Anspruch genommen werden können, ist jedoch noch unklar.
Toshiba baut derzeit an verschiedenen Orten in der Welt an ganzen "intelligenten" Gemeinden, in denen alle Häuser mit den entsprechenden Systemen, Solarzellen und flächendeckenden Aufladestationen für Elektroautos ausgestattet sind. Es bleibt abzuwarten, ob die Konsumenten alle Möglichkeiten einer Smart Home-Lösung ausgiebig nutzen, um die gewünschte Energieeffizienz tatsächlich zu erreichen.






