Hanvon C18
CES 2012: Neuer E-Book-Reader mit Mirasol-Display
Im Rahmen der Keynote von Qualcomm auf der diesjährigen CES präsentierte das Unternehmen einen neuen E-Book-Reader mit Mirasol-Display. Erst Ende November kam mit dem Kyobo das erste digitale Lesegerät mit diesem Bildschirm auf den Markt.
Gemeinsam mit Hanvon, einem chinesischen E-Book-Reader-Anbieter, kündigte Qualcomm den C18 genannten E-Book-Reader an. Dieser erscheint zunächst nur in China. Der Hanvon C18 ist etwas dünner und leichter als der in Südkorea erhältliche Kyobo, der auf der diesjährigen CES ebenfalls für China unter dem Namen Bambook Sunflower angekündigt wurde.
Farbdisplay reflektiert Umgebungslicht
Bildschirme, die mit der Mirasol-Technologie arbeiten, funktionieren nicht mit Hintergrundbeleuchtung wie zum Beispiel Smartphones oder Tablets. Stattdessen arbeitet ein Mirasol-Bildschirm reflektiv und nutzt das Licht aus der Umgebung. Dies führt laut Qualcomm zu einer besseren Akkulaufzeit, im Vergleich zu der sonst üblichen Hintergrundbeleuchtung von Smartphones oder Tablets. Allerdings ist auch die E-Ink-Technologie, wie sie häufig bei E-Book-Readern eingesetzt wird, ebenfalls sehr akkufreundlich.
Wie bei E-Ink-Displays auch, soll Sonnenlicht für Mirasol-Bildschirme kein Problem darstellen. Im Unterschied zur digitalen Tinte können Mirasol-Reader aber auch Videos oder animierte Seiten darstellen. Auch Farben lassen sich mit einem solchen Bildschirm wiedergeben. Auf den ersten Blick wirkte die Darstellung auf dem Mirasol-Bildschirm durchaus ansprechend, allerdings lässt sich anhand des kurzen Eindrucks nicht sagen, ob das Lesen für die Augen auf Dauer vergleichbar angenehm ist, wie dies bei E-Ink-Geräten der Fall ist.
5,7-Zoll-Reader mit Android
Der Hanvon C18 bietet ein 5,7 Zoll großes Mirasol-Display mit einer Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln bei 223 ppi. Unter der Bedienoberfläche von Hanvon läuft Android 2.3 alias Gingerbread. Der E-Book-Reader unterstützt WLAN und ist mit einem E-Book-Shop ausgestattet.
Ob auch in Deutschland ein E-Book-Reader mit Mirasol-Display erscheint, konnte man am Stand von Qualcomm nicht sagen, da das Unternehmen lediglich für die Displays verantwortlich ist und auf Anbieter in Deutschland angewiesen ist, die auf Mirasol setzen.
Hanvon C18
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Bild vergrößern Der Hanvon C18 ist ein E-Book-Reader mit Mirasol-Display für den chinesischen Markt. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 4
Bild vergrößern Mirasol-Displays reflektieren das Licht aus der Umgebung. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 4
Bild vergrößern Da Mirasol-Bildschirme Farbe darstellen, eignen sie sich auch zum Ansehen von Magazinen oder Videos. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 4
Bild vergrößern Der Hanvon C18 ist dünner und leichter als der Kyobo - der erste E-Book-Reader mit Mirasol-Bildschirm. (Bild: netzwelt)
Ein E-Book-Reader, der ebenfalls auf der diesjährigen CES präsentiert wurde und definitv nach Deutschland kommt, ist der Cybook Odyssey von Bookeen. Dieser setzt allerdings kein Mirasol-, sondern ein E-Ink-Display ein.






