Neue Top-Level-Domains
ICANN: Bewerbungsphase für neue Domain-Endungen startet
Die Internet-Verwaltung nimmt ab heute Bewerbungen für neue Top-Level-Domains entgegen. Möglich sind Endungen wie etwa ".stadt" oder ".hamburg". Allein für die Bewerbung werden aber knapp 120.000 Euro fällig. Zuletzt wurde die Vergabe stark kritisiert - Unternehmen fürchteten Internet-Kriminelle.

Insgesamt sind bis zu 400 neue Endungen möglich. Beispiele sind etwa ".berlin" oder ".bayern". Oder auch ".eco", was interessant sein dürfte, um Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit zu betonen.
Beantragen können die Endungen allerdings keine Privatleute, sondern nur Unternehmen, Städte, Regionen, Branchen, Firmen und Marken, worauf der Branchenverband Bitkom hinweist. Für eine Bewerbung allein werden rund 120.000 Euro fällig, weitere Arbeiten kosten bis zu einer halben Million, beziffert der Bitkom. Der laufende Betrieb schlägt mit bis zu 200.000 Euro zu Buche.
Angst vor Spekulation mit Internet-Adressen
Die Bewerbungen werden von Mitte Januar bis April entgegengenommen. Eine Prüfung der Generic Top Level Domains (gTLD) erfolgt nach Angaben der ICANN bis November 2012. Ein Start mit den neuen Web-Adressen ist für Anfang kommenden Jahres vorgesehen.
Zuletzt hatte es Kritik an der Vergabe der Adressen gegeben. Befürchtet wurde, dass windige Internet-Kriminelle mit Marken- oder Unternehmensnamen spekulieren. Die ICANN will das Bewerbungsverfahren allerdings fair und transparent gestalten. Inhaber von Marken und Unternehmen werden in die Lage versetzt, über bestimmte Services zu verhindern, dass Web-Adressen der Spekulation ausgesetzt werden, heißt es.
Die ICANN hatte über mehrere Jahre hinweg über das Bewerbungsverfahren und neue Top-Level-Domains diskutiert. Mitte letzten Jahres erfolgte dann die Freigabe für ein neues System von Homepage-Adressen.
